Heidespargel, Heideschinken, Heidekartoffel

Mir wird es immer ein Rätsel bleiben, wieso zu Spargelzeit das Internet randvoll ist mit oder gar überläuft vor Spargelrezepten. Mir reicht eins. Nein, eigentlich sind es zwei, aber dazu später. bushcook hat ihre »drei besten Spargelrezepte« vorgestellt und ich hab mir eins davon ausgesucht. Nein, eigentlich sind es zwei, also insgesamt schon drei. Aber egal, ich bereite die Spargel seither (meist) nach der Hans-Haas-Methode zu – und bin zufrieden. Dazu gibt es neue Kartoffel aus der Heide, und neue Kartoffeln mag ich eigentlich nur zu Spargel. Und die dritte Zutat ist Heideschinken vom Metzger hier vor Ort. Ich hab alles mögliche durchprobiert, Schwarzwälder Schinken, Holsteiner Katenschinken, Parmaschinken oder Serrano: Ich glaube, der Spargel und die Kartoffeln fangen auf dem Teller an zu fremdeln und das will ich ihnen nicht zumuten, wo ihr letztes Stündchen ohnehin geschlagen hat. Was ich aber auch überhaupt nicht verstehe, ist, wenn die Leute Sauce Hollandaise dazu zubereiten. Ich glaube, die Tatsache, dass (hier in der Heide) der junge Spargel und der französische Estragon zur selben Zeit groß werden, ist ein Wink des Himmels, weshalb die Sauce natürlich Bérnaise heißen muss. *)

Küchentagebuch, Samstag 8. Mai 2021

*) Ich will die zweite der drei Methoden nicht verschweigen: Gedämpfter Spargel mit Beurre Blanc; nur ist mein Dämpfkorb nicht groß genug, um die Spargelstangen ganz aufzunehmen. Und das Zerschneiden bringe ich nicht oft übers Herz. Und dann ist da noch ein Rezept aus man kanns essen, aber das gibt es sicher demnächst mal hier.

Heide-Zeugs

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