{"id":210,"date":"2011-08-29T22:15:50","date_gmt":"2011-08-29T21:15:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/?p=210"},"modified":"2011-08-29T22:15:50","modified_gmt":"2011-08-29T21:15:50","slug":"dane-mark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/2011\/08\/29\/dane-mark\/","title":{"rendered":"D\u00e4ne-Mark"},"content":{"rendered":"<p>Denen D\u00e4nen, die D\u00e4nen dehnen, sei gesagt: ruhig weitermassieren. Und kr\u00e4ftig mitz\u00e4hlen, aber nicht weiter als bis zehn! Dann lieber von vorne anfangen, sonst wirds kompliziert.<\/p>\n<p>Dass kleine Franzosen sch\u00f6n beim Z\u00e4hlen rechnen m\u00fcssen &#8211; 4 x 20 + 10 + 9 = quatre-vingt-dix-neuf = 99 zum Beispiel &#8211; hat man kopfsch\u00fcttelnd akzeptiert und beruhigt festgestellt, dass es offensichtlich keine gr\u00f6\u00dferen Auswirkungen auf die Finanzm\u00e4rkte hat.<\/p>\n<p>Man glaubt, das seien \u00dcberreste eines Zwanzigersystems, das noch hie und da durch das heute \u00fcbliche Dezimalsystem durchscheint, bei den Franzosen halt zwischen 60 und 80, mit ein paar Purzelb\u00e4umen zwischen 80 und 100 &#8211; aber so kompliziert wie bei 99 wird es recht selten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/canoo.net\/blog\/\" target=\"_blank\">Dr. Bopp<\/a> musste jetzt aber der Frage nachgehen, warum es im Englischen z.B. twenty-one, im Deutschen aber ein-und-zwanzig hei\u00dft, wo die deutsche Reihenfolge doch beim Mitnotieren von Zahlen sehr hinderlich sei. Eine <a href=\"http:\/\/canoo.net\/blog\/2011\/06\/26\/5255\/\" target=\"_blank\">lesenswerte Er\u00f6rterung<\/a>. Bei der aber ein Leserkommentar den Vogel abschie\u00dft, wenn er von den D\u00e4nen berichtet, die sich aus allen Sprachen das Komplizierte zum eigenen Gebrauch herausgepickt haben &#8211; und dann noch in der Lage waren, einen drauf zu setzen.<\/p>\n<p>Ab dem halben Hundert gibt es auch in D\u00e4nemark eine Art Zwanzigersystem. So hei\u00dft sechzig folglich tresindstyve, also drei mal zwanzig. Oder 80=firsindstyve, also 4 x 20. Soweit kommt uns das ja bekannt vor, d\u00e4mlich zwar, aber bekannt. Bei den Zehnern dazwischen aber, die nicht durch zwanzig teilbar sind, haben sie sich was Neues einfallen lassen:<\/p>\n<div style=\"margin-left: 50px;\">50 = halvtredsindstyve = halvtredje sinds tyve = halb drei mal zwanzig<br \/>\n70 = halvfjerdsindstyve = halvfjerde sinds tyve = halb vier mal zwanzig<br \/>\n90 = halvfemsindstyve = halvfemte sinds tyve = halb f\u00fcnf mal zwanzig<\/div>\n<p>Und der Leserkommentator meint, &#8222;das System funktioniert wie bei den Uhrzeiten, d.h. \u00abhalvtredje\u00bb (\u00abhalb drei\u00bb oder eigentlich besser \u00abdie H\u00e4lfte vom Dritten\u00bb) bedeutet \u00abauf halbem Weg zwischen zwei und drei\u00bb = zweieinhalb.&#8220; Zum Nachrechnen: 77 = syvoghalvfjerds = sieben und halb vier (mal zwanzig). Klar, oder?<\/p>\n<p>Womit wir die D\u00e4nen beiseitelegen und uns dem zweiten Teil der \u00dcberschrift widmen k\u00f6nnen: dem Mark. Heute in der Form von Kalbshaxenscheiben.<\/p>\n<p><strong>K\u00fcchentagebuch<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Ossobuco im Bratschlauch mit Morchel-Polenta<\/li>\n<li>Schokoladecreme mit Zwetschgenr\u00f6ster<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und warum?<\/p>\n<ul>\n<li>Kalb! Nehm ich. Geschnitten, am St\u00fcck, gerollt, halbiert, geviertelt? Egal.<br \/>\nIm Bratschlauch dagegen, das hat einiger \u00dcberlegung bedurft. Ein uraltes Rezept aus Essen &amp; Trinken, im Netz gibt es aber <a href=\"http:\/\/www.kocha.de\/kochen\/fleisch\/ossobuco4c0d17901.php\" target=\"_blank\">hier<\/a> (ohne Quellenangabe) die exakten Angaben. Es schmeckt sehr gut, der Wei\u00dfwein gibt dem Gem\u00fcse ein herrliches Safterl, aber es ist halt nicht geschmort. Geschmort kann ich das ja &#8211; wie <a href=\"http:\/\/arthurstochterkocht.blogspot.com\/2009\/11\/der-gelochte-knochen-ossobuco-fast.html\" target=\"_blank\">Arthurs Tochter<\/a> &#8211; demn\u00e4chst \u00a0mal mit Rinder-Beinscheiben machen.<\/li>\n<li>Aus den nicht-versafteten, nicht-vermarmeladeten, nicht-verkuchten, nicht-verbackenen Zwetschgen habe ich noch eine gr\u00f6\u00dfere Portion Zwetschgenr\u00f6ster \u00fcbrig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn man das nicht Ossobuco nennen w\u00fcrde, w\u00e4re manches leichter. Auf jeden Fall eine angenehme und wohlschmeckende Art, Kalbshaxenscheiben zuzubereiten. Aber halt nicht geschmort.<\/li>\n<li>Erstaunlicherweise kommen mir die Zwetschgen immer noch nicht zu den Ohren raus &#8211; und die Familie meckert auch noch nicht. Aber ein bisschen Erleichterung und Vorfreude auf die zwetschgenfreie Zeit stellt sich schon ein &#8211; klammheimlich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Denen D\u00e4nen, die D\u00e4nen dehnen, sei gesagt: ruhig weitermassieren. Und kr\u00e4ftig mitz\u00e4hlen, aber nicht weiter als bis zehn! Dann lieber von vorne anfangen, sonst wirds kompliziert. 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