{"id":2942,"date":"2021-09-07T20:47:37","date_gmt":"2021-09-07T18:47:37","guid":{"rendered":"http:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/?p=2942"},"modified":"2021-09-07T20:47:39","modified_gmt":"2021-09-07T18:47:39","slug":"kalbsleber-kartoffelgratin-portweinzwiebeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/2021\/09\/07\/kalbsleber-kartoffelgratin-portweinzwiebeln\/","title":{"rendered":"Kalbsleber, Kartoffelgratin, Portweinzwiebeln"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Eines der Mysterien der deutschen, aber eigentlich der meisten europ\u00e4ischen Sprachen ist die Perfektbildung. Also: Haben oder sein, das ist hier die Frage.  Bin ich verstanden oder habe ich verstanden? Nein. Also ja, ich habe es nicht verstanden. Das kann man auch nicht verstehen, das kann man h\u00f6chstens k\u00f6nnen. \u00dcblicherweise nennen Grammatiken die (allzu) einfache Regel: Verben der Bewegung bilden das Perfekt mit sein, <s>alle anderen<\/s> manch andere mit haben. Also ich <strong>bin <\/strong>gegangen, aber ich <strong>habe <\/strong>gegessen. Je <strong>suis <\/strong>parti, mais j&#8216;<strong>ai<\/strong> mang\u00e9. Me ne <strong>sono <\/strong>andato, ma <strong>ho <\/strong>mangiato. Ik <strong>ben <\/strong>weggegaan, maar ik <strong>heb <\/strong>gegeten. Der Grund, warum das so ist, liegt wahrscheinlich irgendwo im alten Rom und wird auf ewig ein Geheimnis bleiben.  Die einzigen aus der Sprachfamilie, die das eingesehen und auch gleich ge\u00e4ndert haben, sind die Spanier: <strong>He <\/strong>ido y <strong>he <\/strong>comido.  (Und die Portugiesen: <strong>Tenho <\/strong>ido e <strong>tenho <\/strong>comido, aber daf\u00fcr hat dort das Perfekt eine ganze andere Bedeutung.) Das mit der Bewegung ist nat\u00fcrlich noch nicht einmal die H\u00e4lfte der Wahrheit &#8211; da kommen dann noch solche Sachen wie transitive oder reflexive Verben, Verben der Zustands\u00e4nderung und <em>besondere <\/em>Verben &#8211; aber wir wollen mal bei der Bewegung bleiben. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist das problematisch, weil ein Zustand der Bewegung schnell mal praktisch ohne \u00dcbergang in einen Zustand der absoluten Bewegungslosigkeit \u00fcbergehen kann (rasen &#8211; rasten). Aber gut, das kann ich noch unterscheiden. Die absolut reine Form der Bewegung scheint mir allerdings das Schwimmen. Wenn man da n\u00e4mlich mal aufh\u00f6rt mit den Bewegungen, dann hat es sich schnell ganz ausbewegt. Unter diesem Gesichtspunkt verstehe ich \u00fcberhaupt nicht, warum zwar die Deutschen geschwommen <strong>sind<\/strong>, aber die Holl\u00e4nder gezwommen <strong>hebben<\/strong>, die Engl\u00e4nder <strong>have <\/strong>swum, die Franzosen <strong>ont <\/strong>nag\u00e9, die Italiener <strong>hanno <\/strong>nuotato, &#8230; Ja sind die denn alle verr\u00fcckt? Die m\u00fcssen sich doch bewegen, sonst gehen sie unter! Und dann:  das totale Gegenteil von Bewegung ist es, einfach irgendwo (z.B. im Biergarten)  zu bleiben, sich also auf keinen Fall wegzubewegen, was auch immer geschieht. Und was sagen wir dann? Wir <strong>sind <\/strong>geblieben! Als sei <em>bleiben <\/em>eine Bewegung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">K\u00fcchentagebuch, Dienstag 7. September 2021<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Kalbsleber<\/li><li>mit <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/lamiacucina.wordpress.com\/2008\/01\/16\/gratin-di-patate-mele-e-salvia\/\" target=\"_blank\">Kartoffel-Apfel-Salbei-Gratin<\/a> (nach lamiacucina)<\/li><li>und Portweinzwiebeln (nach einem Rezept von &#8222;Nur das gute Zeugs&#8220;-Claus; den <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.dlz-coc.de\/wordpress\/?p=7866\" target=\"_blank\">Link<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/\u200b\u200bhttp:\/\/www.dlz-coc.de\/wordpress\/?p=7866\" target=\"_blank\"> <\/a>h\u00e4tte ich noch, n\u00fctzt aber nichts)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/kalbsleberkartoffelgratin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"756\" height=\"1008\" src=\"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/kalbsleberkartoffelgratin.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2949\" srcset=\"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/kalbsleberkartoffelgratin.jpg 756w, https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/kalbsleberkartoffelgratin-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 756px) 100vw, 756px\" \/><\/a><figcaption>Butterfl\u00f6ckchen? Nat\u00fcrlich nicht vergessen!<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines der Mysterien der deutschen, aber eigentlich der meisten europ\u00e4ischen Sprachen ist die Perfektbildung. Also: Haben oder sein, das ist hier die Frage. Bin ich verstanden oder habe ich verstanden? Nein. Also ja, ich habe es nicht verstanden. 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