{"id":382,"date":"2011-11-04T15:48:57","date_gmt":"2011-11-04T13:48:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/?p=382"},"modified":"2011-11-04T15:48:57","modified_gmt":"2011-11-04T13:48:57","slug":"spanferkelkeule-mit-honig-und-ananas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/2011\/11\/04\/spanferkelkeule-mit-honig-und-ananas\/","title":{"rendered":"Spanferkelkeule mit Honig und Ananas"},"content":{"rendered":"<p>K(l)eine Tiere zu essen, ist schwierig.<br \/>\nDas sind zwei kleine S\u00e4tze, die gro\u00dfe Wahrheiten ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Ohne &#8222;l&#8220; ist es schwierig, weil die Mehrheit der Familienmitglieder &#8211; wahrscheinlich genetisch bedingt und unab\u00e4nderlich &#8211; nicht recht zum Vegetarier taugt. Das mag &#8222;nicht richtig&#8220; sein, aber, wie gesagt, genetisch.<\/p>\n<p>Mit &#8222;l&#8220; ist es schwierig, weil die Kleinen doch so s\u00fc\u00df sind, und &#8211; wahrscheinlich auch genetisch bedingt &#8211; ganz andere Gef\u00fchle als Hunger ausl\u00f6sen. Und wenn der Metzger dann beim Spanferkelchen noch das Pf\u00f6tchen an der Keule l\u00e4sst: s\u00fc\u00df! Und der R\u00fccken ist nicht geteilt, was will man da schon teilen. Und l\u00e4sst die Anatomie noch erkennen: goldig!<\/p>\n<p>Aber da muss man durch. Fr\u00fcher hat der Mann die Beute nach der Jagd seiner Frau in die H\u00f6hle geworfen und ist zum Stammtisch abmarschiert. Heute muss er seine zart besaitete Seele damit belasten, das kleine s\u00fc\u00dfe Schenkelchen mit einem Messer zu traktieren und der gl\u00fchenden Hitze des vorgeheizten Ofens auszusetzen. Und da wundern sich manche, dass die Anzahl der Selbsthilfe-Gruppen zunimmt und immer mehr M\u00e4nner Mitglied bei den Anonymen Spanferkel-Qu\u00e4lern werden. Ich glaube, Frauen w\u00e4ren dazu besser geeignet.<\/p>\n<p>Man nehme,<\/p>\n<p>M\u00f6glichst <strong>kleine Keulen<\/strong> vom Milchferkel (bei 800g braucht man f\u00fcr 4 Personen 2 St\u00fcck). Einen gro\u00dfen Topf, in dem man Wasser mit 1 TL Salz, einer gespickten <strong>Zwiebel<\/strong> (<strong>Nelken<\/strong> und <strong>Lorbeerblatt<\/strong>), <strong>2 Karotten<\/strong> und ein St\u00fcck <strong>Knollensellerie<\/strong> (beides grob gest\u00fcckelt) zum Kochen bringt, und dann die Keule(n) darin etwa 5 Minuten kocht. Herausnehmen und leicht abk\u00fchlen lassen (damit die frisch manik\u00fcrten H\u00e4nde nicht leiden, denn gleich muss man die Keulen anfassen).<\/p>\n<p>Jetzt mit einen sehr scharfen Messer oder Cutter die Schwarte der Keulen etwa alle 1 cm einritzen und in jede Ritze 3 bis 5 <strong>Nelken<\/strong> stecken. Das Ganze dann in eine feuerfeste Form geben und <strong>mit 3-4 EL Akazienhonig<\/strong> \u00fcbergie\u00dfen. <strong>1 Ananas<\/strong> sch\u00e4len und in Scheiben schneiden. Das sieht dann so aus:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_pre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-383\" title=\"keule_pre\" src=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_pre.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_pre.jpg 600w, https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_pre-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann die Keulen in den auf 160\u00b0 vorgeheizten Backofen schieben und w\u00e4hrend 1 \u00bd Stunden von Anfang an immer wieder mit Wasser bzw. dem entstehenden Bratensaft begie\u00dfen, bis sie sch\u00f6n knusprig sind. \u00a0Gegen Ende die Ananasscheiben leicht salzen, mit etwas <strong>Zimtpulver<\/strong> bestreuen und mit Pflanzen\u00f6l einreiben. In einer hei\u00dfen Grillpfanne von beiden Seiten 1 Minute grillen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_post.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-384\" title=\"keule_post\" src=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_post.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_post.jpg 600w, https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/keule_post-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als Vorschlag f\u00fcr die Beilage ist im Rezept Kartoffelp\u00fcree angegeben. Angestachelt von <a href=\"http:\/\/heike.essenvonau.de\/2011\/11\/bliny\/\" target=\"_blank\">Heike&#8217;s Blinzlis<\/a>, konnten es nat\u00fcrlich nicht irgendwelche Kartoffeln sein. Zumal mir das auch Gelegenheit gibt, klugschei\u00dferisch auf den Unterschied von Vitelotte und Blauen Schweden einzugehen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/vitelotte1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-389\" title=\"vitelotte\" src=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/vitelotte1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"658\" srcset=\"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/vitelotte1.jpg 600w, https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/vitelotte1-273x300.jpg 273w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vorne sind die &#8222;Blauen Schweden&#8220;, die hier in der Heide dieses Jahr ziemlich dunkelviolette Schweden sind, genau wie die Tr\u00fcffelkartoffeln (Vitelotte) hinten. Zum Spanferkel gabs die Vitelotte (noch etwas erdiger und nach Maroni schmeckend, aber auch noch ein paar Cent teurer), heute abend gibt es dann blaue Chips aus den Schweden. Womit dann auch <a href=\"http:\/\/2stepsawayfromparadise.blogspot.com\/2011\/11\/herbstwanderung-otschergraben.html\" target=\"_blank\">Ellja&#8217;s Frage<\/a> beantwortet w\u00e4re.<\/p>\n<p>Fazit: Ich glaube, das &#8222;l&#8220; im ersten Satz steht f\u00fcr &#8222;lecker&#8220;. Wenn es fehlt: nicht lecker, wenn es da ist: sogar sehr lecker <sup>1)<\/sup>.<\/p>\n<p><sup>1)<\/sup> <small>Ich wollte ja das Wort lecker vermeiden, aber was will man machen?<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K(l)eine Tiere zu essen, ist schwierig. Das sind zwei kleine S\u00e4tze, die gro\u00dfe Wahrheiten ausdr\u00fccken. 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