{"id":867,"date":"2012-11-13T15:24:40","date_gmt":"2012-11-13T14:24:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/?p=867"},"modified":"2012-11-13T15:33:15","modified_gmt":"2012-11-13T14:33:15","slug":"ein-stuck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/2012\/11\/13\/ein-stuck\/","title":{"rendered":"Ein St\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Die in der einschl\u00e4gigen Literatur hier und da ge\u00e4u\u00dferte Vermutung eines antagonistischen Verh\u00e4ltnisses von Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t halte ich mittlerweile f\u00fcr ein Ger\u00fccht, wenn nicht gar f\u00fcr eine hundsgemeine Verschw\u00f6rung: Warum, bitte, sollte viel (Quantit\u00e4t) von was Gutem (Qualit\u00e4t) schlecht sein? So etwas kann sich nur jemand ausdenken, der das gemeine Volk (also mich) von den T\u00f6pfen fernhalten und mit Gem\u00fcseresten abspeisen will! Aber ich will das jetzt nicht zu einer Tirade ausarten lassen\u2026<\/p>\n<p>Es ist n\u00e4mlich ganz anders. Nicht etwa, dass sich Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t gegenseitig ausschlie\u00dfen w\u00fcrden, sondern: Wenn die Quantit\u00e4t nicht stimmt, hapert es meist auch mit der Qualit\u00e4t. Und mit Quantit\u00e4t meine ich jetzt die Mengenangaben in Rezepten.<\/p>\n<p>Nachdem von berufener Seite den beiden haupts\u00e4chlichen Stolperfallen, der Prise und der Messerspitze, k\u00fcrzlich durch konsequente Verwendung des metrischen Systems der Garaus gemacht wurde, m\u00f6chte ich heute auf eine andere potentielle Gefahrenquelle aufmerksam machen: Das St\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich hab da mal ein Bild gemacht:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/zwiebel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-869\" title=\"zwiebel\" src=\"http:\/\/www.merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/zwiebel.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"448\" srcset=\"https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/zwiebel.jpg 600w, https:\/\/merle-buehrer.de\/gs\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/zwiebel-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das sind:<\/p>\n<ul>\n<li>1 Zwiebel<\/li>\n<li>1 Knoblauchzehe<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich behaupte jetzt einfach mal, ohne es empirisch \u00fcberpr\u00fcft zu haben, dass ein Vorrat wie der abgebildete in der Kombination mit einem Rezept<\/p>\n<ul>\n<li>1 Zwiebel<\/li>\n<li>3 Knoblauchzehen<\/li>\n<\/ul>\n<p>zu entt\u00e4uschten Gesichtern bei den Essensg\u00e4sten f\u00fchren w\u00fcrde, wenn nicht gar zu ekel-verzerrten Fratzen. Womit in der Folge auch das Wohlbefinden des Gastgebers schwinden w\u00fcrde und ein weiterer netter Abend, von denen das meist zu kurze, zu harte und zu entbehrungsreiche Dasein ohnehin zu wenige bietet, missgl\u00fcckt.<\/p>\n<p>Ich rufe deshalb alle Kochbuch-Verlage hiermit auf, noch konsequenter als k\u00fcrzlich vorgeschlagen auf exakte Mengenangeben zu achten, und wo immer m\u00f6glich ganz auf das metrische System zu vertrauen. Wobei ich diese Bitte im Namen der geschundenen arbeitenden Bev\u00f6lkerung auch allen Food-Bloggern ans Herz legen will.<\/p>\n<p>__________________________<br \/>\nAnmerkung: Mein Beratervertrag mit einem Hersteller von Pr\u00e4zisions-K\u00fcchenwaagen steht in keinerlei Zusammenhang mit der hier ge\u00e4u\u00dferten Bitte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die in der einschl\u00e4gigen Literatur hier und da ge\u00e4u\u00dferte Vermutung eines antagonistischen Verh\u00e4ltnisses von Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t halte ich mittlerweile f\u00fcr ein Ger\u00fccht, wenn nicht gar f\u00fcr eine hundsgemeine Verschw\u00f6rung: Warum, bitte, sollte viel (Quantit\u00e4t) von was Gutem (Qualit\u00e4t) schlecht sein? 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