Tomato, Butter, Pasta

All ihr Götter unserer Vorfahren, die wir euch so schmählich im Stich und unbeachtet gelassen haben, erhöret mich! All ihr aktuellen Götter, deren Diener sich gerade überall die Schädel einschlagen, erhört mich trotz meiner Zweifel! All ihr zukünftigen Götter, falls es euch tatsächlich noch geben wird, erhört auch ihr mich, falls die anderen, wie so häufig, Ohropax eingelegt haben. Ich flehe euch an und versichere, dass ich nie mehr lästern werde, wenn ihr jetzt zuhört, es ist wichtig: Bitte, bitte macht, dass im Nudelregal im Keller noch Fussili stehen! Das Wetter ist so grauslig, dass man keinen Hund (geschweige denn seine Ehefrau) hinausjagen möchte. Wenn aber Ottolenghi, der Meister, nach Fussili verlangt, und im Vorrat keine Fussili mehr sind, was bleibt dann übrig? Kommt mir jetzt bitte nicht mit Tortiglioni, Rigatoni, Penne Rigate oder gar Spiralnudeln! Der Meister kommt uns sogar entgegen, weil er eigentlich ja gerne »fusilloni« hätte und schon äußerst großzügig auch deren kleinere Brüder akzeptiert. Bitte, ich brauche euch, Frau T. will auch nicht hinaus! Drückt mir die Daumen! … Juhu! Noch da! Ihr könnt euch wieder verzupfen, es war nicht so gemeint.

Küchentagebuch, Donnerstag 19. August 2021

  • Tomato butter pasta (alles zusammen im Ofen gegart, von OttoLenghi, angelehnt an Marcella Hazan, auf deutsch bei der s-kueche)
  • Gurkensalat (eigentlich normal, aber vielleicht wie Tim Mälzer)
  • Restliches Pfirsich-Tiramisu
Alles in einem Topf, das macht den Abwasch geschmeidiger