Straftaten

Ich meine, man sollte das verbreitete Ich-nehme-ein-Stück-tiefgefrorenes-paniertes-Pressfleisch-werfe-es-in-die-Friteuse-und-nenne-es-Schnitzel-Wiener-Art als Straftatbestand klassifizieren, womöglich sogar als Kapitalverbrechen, und mit entsprechend hohem Strafmaß belegen.

Dabei geht es mir nicht um das offensichtliche kulinarische Desaster. Es geht mir auch nicht um das österreichische Reinheitsgebot, falls es sowas gibt. Sowas könnte mit Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit belegt werden und wäre dann auch schon vergeben und vergessen. Da begegnen einem in Kantinen und sogenannten Restaurants ganz andere Kaliber, auf deren Aufzählung ich hier zur Schonung der Leser verzichten will.

Nein, in dem angesprochenen Fall geht es um viel mehr; es geht um die Zukunft der gesamten Menschheit. Und weil ihr jetzt wahrscheinlich denkt, das sei übertrieben, muss ich wohl etwas ausholen.

Eine für die menschliche Existenz unabdingbare Eigenschaft ist das Urvertrauen.

Jede Millisekunde des Lebens ist potentiell katastrophal. An jeder Ecke kann der Säbelzahntiger lauern, und jeder Säugling weiß instinktiv, dass er allerhöchstens die Chance hat, sich mit der Bestie auf unentschieden zu einigen.

Von jeder Decke, bevorzugt der Himmelsdecke, kann ein Komet herabstürzen, der größer ist als das eigene Gesichtsfeld. Und auch wer (noch) nichts von Gravitationskräften, von Herrn Newton und von der Formel zur Berechnung der Fallgeschwindigkeit weiß, wird nicht lange daran zweifeln, dass das böse ausgehen wird.

In jedem Molekül der Atemluft kann sich eine Horde bösartiger Viren tummeln – und man weiß beim ersten keuchenden Hüsteln, dass sie gewonnen haben.

Hinter dem Rücken jedes Artgenossen kann ein Messer oder ein geschliffener Stein versteckt sein. Und während man ihn noch zahn- und arglos anlächelt, rinnt rotes Blut aus dem kleinen Herzen – wegen einer Babyrassel.

Warum also legt sich so ein Säugling nicht sofort wieder hin und verabschiedet sich mit einem Seufzer wieder von dieser Welt, bevor ihm größerer Schaden entsteht? Wegen dem Urvertrauen.

Jetzt gibt es Wissenschaftler, die behaupten, dieses Urvertrauen entstünde (Wikipedia) „in der allerersten Lebenszeit (im <extra-uterinen Frühjahr>)„. Das ist natürlich Quatsch. Meine eigenen Studien haben nämlich ergeben, dass es immer und ausnahmslos in derselben Situation entsteht, quasi aus dem Nichts:

Das Kleinkind krabbelt bei seiner Mutter in der Küche so vor sich hin, immer mit einem ängstlichen, sorgenvollen Blick , in dem auch ein wenig Wehmut über das baldige Ende mitschwingt, auf die üblichen Katastrophen im Küchenalltag der Mutter: der wütende Gatte schlägt zornig die Tür krachend hinter sich zu, der Teekessel quiekt zum Herzerweichen und erbricht sein Inneres auf die Hände der ohnehin weinenden Mutter, aus dem Toaster qualmt dunkler, bitterer Rauch und seine Lava-Brocken rieseln schwarz und verbrannt auf den Küchenboden, im Fernseher läuft die Übertragung eines FDP-Parteitags …

… und die Mutter? Lächelt kurz. Stellt ihre Tasse in die Spüle, bindet sich den Küchenschurz um und geht zum Kühlschrank. Sie kommt zurück mit Eiern, ein paar Scheiben Kalbfleisch und etwas geschlagener Sahne. Dann zerschlägt sie die Eier in einen tiefen Teller, wirft allerlei Pülverchen aus geheimnisvollen kleinen Behältern dazu, gießt einen Klecks Sahne an und beginnt sie mit einer Gabel liebevoll zu schlagen. Fast hat das Kind den Eindruck, dass ein Lächeln über das Gesicht der Mutter huscht. Aber schon nimmt sie ein dünn geschnittenes Fleischstück in die eine und einen schweren Klopfer in die andere Hand. Das Kind fürchtet sich aber nicht, weil es an der fast zärtlichen Art des Schlagens und Klopfens merkt, dass hier weder Mutter noch Fleisch etwas Schlimmes passieren wird. Die Mutter stellt noch zwei Teller bereit, füllt ein weißes Pulver in den einen und goldgelb-flauschige Krümel in den anderen. Sie gibt viel Butterschmalz in die schwere Pfanne und entzündet das Feuer, worauf das Schmalz sofort beginnt zu zerfließen und die Mutter dann sorgsam das Feuer reguliert. Die Fleischstücke, die jetzt zu großen, flachen Fladen geworden sind, werden sorgsam im weißen Pulver gewendet, durch die sahnige Eicreme gezogen und dann sanft in den Krümeln gebadet. Mit leichtem Druck befestigt die Mutter abfallende Krümeln wieder am Fleisch und legt es dann in die nicht zischende, sondern nur leicht brodelnde Pfanne.

Einige Minuten passiert gar nichts. Das Kind beobachtet vorsichtig wie die Mutter gespannt in die Pfanne starrt, als wolle sie den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Und ja – da scheint er zu sein, die Mutter wendet das Fleisch und beginnt dann vorsichtig die Pfanne zu wiegen, wie sie es manchmal mit ihm macht, wenn es Bauchschmerzen hat. Das Fett schwappt leise über die herrlich gerösteten Krümel, die sich so freuen, dass sie leichte Wellen ausbilden und golden glänzen.

Dann nimmt die Mutter noch einen Teller für das Fleisch aus dem Schrank, geht mit ihm zum Tisch, setzt sich und nimmt das Kind auf den Schoß. Und das Kind weiß in diesem Moment – sei es des Geruchs des Fleisches oder Mutter wegen: Alles wird gut.

Und als das Kind älter wurde, steinalt sogar, blieben die Katastrophen natürlich nicht aus. Aber das Kind ging zum Kühlschrank und wusste: Alles wird gut!

Urvertrauen. Wenn schmierige Nahrungshersteller dieses Urvertrauen zerstören, dann gefährden sie den Bestand der Menschheit. Deshalb der Straftatbestand und das hohe Strafmaß. Nur deshalb.

Und außerdem sei ihnen in Erinnerung gerufen, dass das Wort „Restaurant“ von einer Inschrift über der Tür eines Herbergsvaters stammt: „Ego vos restaurabo“ – Ich werde euch wieder aufbauen. Wie um alles in der Welt wollt ihr das mit frittiertem Pressfleisch zuwege bringen?

Redensarten (1)

In lockerer Folge möchte ich mich um Redensarten kümmern, die sonst vielleicht verloren gehen oder in Vergessenheit geraten, weil sie nicht in 140 Zeichen passen und somit aus dem Crowd-Gedächtnis verschwinden. Was manchmal schade wäre und manchmal auch nicht. Überhaupt: was geht nicht alles verloren? Die Unschuld, an die können wir uns kaum noch erinnern, aber sie war mal da, soviel ist sicher. Und der Glaube an das Gute im Menschen; na ja: der Mensch ist schon gut, aber die Leute halt nicht.

Trotzdem, wenn man dem Schwund entgegen wirken kann, sollte man nichts unversucht lassen. Und deshalb geht es in Folge 1 um

„Kein Haar am Sack, aber La Paloma pfeifen“

Diese schöne Redensart veranschaulicht treffend den Unmut älterer Menschen angesichts der Chuzpe des jungen Menschen, mal eben eine Weisheit vom Stapel zu lassen, für deren Beurteilung sein junges Gehirn eben noch nicht ausreichend entwickelt scheint. In guten Momenten nennt man das dann Unbekümmertheit und schüttelt freundlich und nachsichtig den Kopf. In weniger guten Momenten – und diese nehmen offensichtlich parallel zum Lebensalter zu – greift allerdings die Verzweiflung um sich, weil man es sich nicht vorstellen kann, dass aus einer solchen unverfrorenen Phrasenschleuder einmal ein weiser Mensch werden soll, der gute Gedanken abwägt , sich vorsichtig mit anderen berät, bevor er sich zu Wort meldet, um dann aber die Welt und das Dasein ein geraumes Stück besser zu machen. Aber vielleicht haben ja wir, die wir uns diesem Kreis mit Fug zurechnen, auch mal klein angefangen? Nein!

Gegen andere Bilder, wie etwa dem von den Eierschalen hinter den Ohren, kann die oben erwähnte Redensart hauptsächlich dadurch punkten, dass schon der Tonfall, mit dem man sie ausspricht (oder dringen aussprechen sollte), den ganzen Zweifel am jungen Menschen auszudrücken vermag, der sich in einem langen Leben peu à peu angesammelt hat. Zu Beispiel kann man einen tiefen Seufzer an den Anfang setzen, um dann mit heller Stimme zu beginnen und im Verlauf des Satzes immer dunkler und sonorer zu werden, bis am Ende der Seufzer wieder aufgenommen und gegebenenfalls leicht moduliert werden kann. Die eigene Depression kann sich so auf einem Umkreis von mehreren hundert Metern schwer niederlegen und alles dahin raffen, was eben noch unbekümmerte Freude und Zuversicht war. Schön.

Gelegenheiten für den Gebrauch dieser Wendung finden sich ja nun wahrlich nicht wenige. Da ist zum Beispiel einer, der Ingwer ins Spätzle-Wasser wirft, weil das der Verdauung zuträglich sei, als sei schon einmal jemandem mit Verstand zu Ohren gekommen, dass Spätzle unverdaulich seien. Oder ein anderer, der seine Ravioli-Dose öffnet und seinen Löffel tief in die nicht erwärmte Pampe taucht, weil er meint, dieser Geschmack sei völlig neu und nicht zu übertreffen. Als hätten wir das nicht wirklich alles hinter uns. Und dann wird wieder ein anderer nicht müde uns zu versichern, dass eine Karotte ans ich eher langweilig sei und dringen der molekularen Umgestaltung bedürfe. Als wüsste der überhaupt noch, was eine Karotte ist.

Ein trauriges Thema, aber eine schöne Redensart. Ich denke, mit La Paloma ist Hans Albers gemeint.

Muffelofen

Angefangen hat das alles, als die Küchenschabe Pantoffeln ins Backrohr geschoben hat. Nein, das hat jetzt noch nichts mit dem Muffelofen zu tun! Pfiffig, wie sie nun mal ist, hat sie nämlich einfach „Ciabatta“ wörtlich übersetzt. Und ins Rohr geschoben hat sie deshalb einen Teig aus Hefe, Wasser und Mehl. Typ 00, schreibt sie.

Da die südlichen Halbeuropäer sich ja aus Prinzip nicht an die deutsche DIN-Norm halten wollen, weder beim Rindfleisch noch beim Mehl, war mir sofort klar, dass das eine geheime Mischung sein muss, die südwestlich von Wien von einer einzigen Mühle bei Vollmond zusammengerührt wird und hier in Deutschlands Norden nur sehr schwer erhältlich sein wird.

Aber nein, teilt sie auf Anfrage mit, sie kauft ihr Mehl noch weiter südlich und meint das italienische „Tipo 00“ – wieder eine andere Geschichte aus dem großen Märchenbuch der europäischen Harmonisierung von Handelsbezeichnungen.

Da ich nur noch ein Päckchen Tipo 00 im Schrank hatte, das ich aber für den Ravioli-Teig brauche, konnte ich ihr Brot nicht (sofort) nachbacken und hatte deshalb etwas Zeit, die schöne DIN-Vorschrift 10355 hervorzuholen, und etwas darin zu blättern.

Diese DIN-Norm hat – wie alle deutschen Normen – eine innere Schönheit und Klarheit, die es umso unverständlicher macht, dass sie nicht längst auch von störrischen südlichen Bergvölkern verwendet wird. Gut, deren Brot schmeckt besser, aber das ist ja noch kein Grund, sich willentlich ins Abseits zu stellen! Man sagt nämlich laut DIN einfach „Type“ und hängt eine Zahl hintendran. Diese Zahl aber ist nicht etwa in der Kantine ausgewürfelt worden, nein, sie „bezeichnet den Mineralstoffgehalt in Gramm pro 100 kg wasserfreiem Mehl“. Bitte, was spricht da dagegen, lieber Tiroler, Vorarlberger und wie ihr alle heißt? Sicher, unbedarfte Menschen könnten denken, dass 812 und 815 nicht allzu weit auseinander liegen sollten. Aber gefehlt! 812 ist nämlich ein Weizenmehl für helle Mischbrote, während es sich bei 815 um ein helles Roggenmehl handelt, was hie und da das Backergebnis leicht beeinflussen mag. Und die „Type 812“ kann übrigens auch Dinkelmehl sein. Ob und welche Auswirkungen wiederum dieses hat, kann ich nicht beurteilen.

Und wie ist das nun im Ausland, und warum? Nun, die Österreicher haben auch irgendwelchen Typen, natürlich andere (z.B. sagen sie W480 zu Type 405), aber eigentlich unterscheiden sie hauptsächlich nach Korngröße: glatt, universal, griffig und doppelgriffig. Na gut.

Die Schweizer machen es uns (oder sich) einfach: Weissmehl, Halbweissmehl oder Vollkornmehl. Das können sie sich merken, mehr brauchen die nicht, aber dafür profitieren sie halt auch nicht von unserer schönen Norm. Aber halt! Da gibt es ja noch das „Ruchmehl“, was nichts mit „verrucht“ zu tun hat, sondern – in der Schweiz halt so heißt (Type 1050 oder W1600).

In Italien gibt es tipo 0, tipo 1 und tipo 2 – offensichtlich auch gestaffelt nach Mineralgehalt. Und irgendwann ist ihnen aufgefallen, dass sie eines vergessen haben. Aber da sie nunmal mit 0 angefangen hatten und unter null auch in Italien nicht geht, heißt das jetzt „tipo 00“; da müsste doch dringend mal ein deutscher Ingenieur aufräumen.

Was aber hat das jetzt mit dem Muffelofen zu tun? Der ist – obwohl Anlass der kleinen Recherche – eine einzige riesige Enttäuschung. Nichts muffelt oder riecht streng; es „ist ein Ofen, in dem die Wärmequelle von der Brenngutkammer durch einen hitzebeständigen Einsatz – eine Muffel – getrennt ist„. Man könnte darin sogar Pantoffeln ohne Geruchsbelästigung erhitzen, aber man braucht ihn halt, um den Mineralstoffgehalt – ihr erinnert euch – von „wasserfreiem“ Mehl zu bestimmen. Eben damit es nicht brennt und muffelt!
______________________________
Alle Informationen aus dem Wikipedia-Artikel Mehl. Dass der Mineralgehalt natürlich kein Qualitätsmerkmal ist und es noch tausend andere Kategorisierungen gäbe, kann man im „Handbuch Backwaren“ nachlesen, das bei Google Books einsehbar ist. Wer sich dafür interessiert, wie Mehl heutzutage industriell „verbessert“ wird, besser geeignet für Tiefkühlteige, aufgehellt und für voluminösere Teige getuned, der sollte sich „Mehlbehandlung in Europa“ anschauen.

Ziemlich maskulin

Nein, die Überschrift ist nicht der waghalsige Versuch, Fans und FanInnen von George Clooney auf diesen Blog zu locken. Es geht mir heute eigentlich um das grammatikalische Geschlecht (Sorry an alle Irrläufer:  hier geht’s raus zu George Clooney).

(a) Köche
(b) Köche und Köchinnen
(c) KöchInnen, Köch/innen, Köch(innen)
(d) Kochpersonal

Alles schon mal gelesen, oder? Und gedacht? Bei „(a) Köche“, tauchen da im Hinterstübchen irgendwo Lea Linster und Claudia Poletto auf? Oder lieber doch nicht?

Nein, es geht nicht um kulinarische Vorlieben; es geht um das sprachwissenschaftliche Konstrukt des „generischen Maskulinum„. Was so viel heißt wie: Leute, vor allem weibliche Leute, regt auch nicht auf. Wenn wir von Köchen reden, dann meinen wir die Frauen schon auch. (Sprachexperten würden das unter Umständen geringfügig anders formulieren.)

Die „geschlechtsneutralen“ Formulierungen (b)-(d) seien
(a) albern
(b) überflüssig
(c) umständlich
(d) Anzeichen einer schleichenden femininen Machtübernahme und des Versuchs die gottgewollte Weltordnung auf den Kopf zu stellen.

Ich bin eindeutig ein Anhänger von (a), mit einer leichten Sympathie für (d) und außerdem fest davon überzeugt, dass schon physiologische Untersuchungen klären würden, dass Frauen in der Küche eigentlich nichts zu suchen haben (zu heiß, zu anstrengend!) und – nun ja – inzwischen eben auch neben dem Spülbecken geduldet werden müssen. Lea Linster, Anna Sgroi, Johanna Maier, Anne-Sophie Pic – alles die berühmte Ausnahme von der Regel. Aber wie gesagt, es geht hier ja nicht um die Kochkunst, es geht um Grammatik.

Genus und Sexus sind nämlich in unserer Sprache zwei verschiedene Sachen. Um in der Küche zu bleiben, sieht man das ja schon am und auf dem Tisch. Wenn der Tisch männlich ist, warum ist dann ein Teil von ihm, das Bein, sächlich? Oder die Schublade weiblich? Und was ist mit: der Löffel, die Gabel und das Messer? Und warum sollte dann der Koch nicht weiblich sein? Oder nehmen wir den „Feuerwehrmann“. Laut Wikipedia sind „geistig (…)Frauen im Begriff Feuerwehrmänner dann enthalten, wenn man einen weiblichen Feuerwehrmann für möglich hält.“ Und würde durch FeuerwehrmännInnen irgendwas besser? Oder kann die Bundeskanzlerin Herr der Lage sein?

Auch die berühmte österreichische Sprach- und Schwimm-Forscherin „Entegutallesgut“ hat ihren Beitrag zur Diskussion geleistet – Tenor: Geht’s noch?  Sie arbeitet sich am besonders schönen Wort „MitgliederInnen“ ab.

Um sich also beim Tischgespräch gegen feministische Gesprächspartner zu wehren, gibt es schon einige Argumente. (Die ebenso guten Gegenargumente braucht man ja nicht unbedingt zu erwähnen.) Wenn aber trotzdem alle Stricke reißen, dann ist da immer noch das unschlagbare Argument aus der linken, feministischen (!) Ecke: Wenn man Koch und Köchin mit verschiedenen Bezeichnungen unterschiede, dann wären das ja auch zwei verschiedene Berufe. Und dann könnte man sie auch unterschiedlich bezahlen, was jetzt erstmal nicht direkt in ihrem Sinne wäre. Also doch: der Koch, unter Umständen auch weiblich, wenn man das für möglich hält.

Nun geben Wissenschaftler ja aber bekanntlich keine Ruhe. Und so zitiert Anatol Stefanowitsch neue Studien, die blödsinnigerweise belegen, dass es das generische Maskulinum in der Realität gar nicht gibt (d.h. es weder von Männern noch von Frauen als solches verstanden wird), und hält das Binnen-I gar für „ein Zeichen von Respekt, Interesse und gutem Benehmen“ – so ein Spielverderber. Und wo bleiben wir Patriarchen? Wir gehen schlechten Zeiten entgegen …

Da dieser Blog aber öffentlich ist, lastet die Verantwortung für einen nicht-sexistischen Sprachgebrauch auch auf meinen Schultern – ich will mir da nichts zu Schulden kommen lassen. Und deshalb habe ich „Eine Sprache für beide Geschlechter“ auswendig gelernt, herausgegeben von der Deutschen UNESCO-Kommission, Bonn im Jahre des Herrn 1993. Und ich werde sie zukünftig beherzigen. Versprochen, liebe Leser liebe Leser und Leserinnen liebe Leserinnen und Leser verehrte Leserschaft.

Aber es wird schwer werden. Am „Interesse“ soll es nicht mangeln, am „Respekt“ schon auch nicht und, wenn ich will, dann bin ich das „gute Benehmen“ in Person. Aber ich hab halt nur ein unterentwickeltes männliches Gehirn. Da will so manches einfach nicht reinpassen.

Geschlechtsneutrale Bedeutung haben auch „die Person“ oder „die Fachkraft“. Schwingt da das Pendel nicht auf die andere Seite? Und „der Mensch“? Nein, schwitz, der Mensch gilt schon noch für uns alle – Glück gehabt.

Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass „Nur für Nichtraucher“ ein Problem sein könnte. Ein Problem schon, aber halt nicht im Bezug auf die „Sichtbarmachung der Frauen in der Sprache“. Richtig(er) ist nämlich: „Rauchen verboten; Bitte nicht rauchen„. Meine – unmaßgebliche – Beobachtung ist ja die, dass Frauen recht schnell kapieren, dass dieses „Nur für Nichtraucher“ auch für sie gilt. Andernfalls werden sie es sich nämlich umgehend sagen lassen müssen – eben von den NichtraucherInnen, die können so was gut.

Sofort unterschrieben hätte ich auch: „Niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Aber sicher! Nur: das ist das Beispiel für „falsch!“, richtig wäre nämlich: „Niemand darf wegen seines oder ihres Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Na gut, von mir aus.

Ich verspreche, ich werde mich bemühen. Vielleicht hat Frau Pusch ja recht: „Weibliche Bezeichnungen sind für Männer genauso untragbar wie weibliche Kleidungsstücke.“ Aber vorläufig bin ich noch geneigt hinzuzufügen: Und genauso unnötig.

Tadel

Warum erinnert mich eigentlich dieses Jahr keiner an mazerierte Orangen? Kommt das noch? Ist das schon vorbei?

Na ja, als Saft waren die Blutorangen auch nicht schlecht.

[Anmerkung] Ich bin mit Tefal weder verwandt noch verschwägert. Auch nicht mit Frau Tefal oder deren Nichte. Deshalb kann ich diese Saftpresse auch nicht verlosen, verschenken oder als Gewinn ausschreiben – schade.

Marmorierte Mousse au Chocolat

Heute möchte ich euch einen Gefallen tun. Ich möchte euch zeigen, wie das Lieblingsdessert von Familie T. zubereitet wird. Es handelt sich um meine Geheimwaffe gegen schlechte Stimmung jeglicher Art, sei sie selbst produziert oder von außen herangetragen.

Wie jede Geheimwaffe hat natürlich auch diese ihren Preis. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen; man sollte sie also nur in Notfällen einsetzen oder halt in akuten Anfällen von „schlechtes-Gewissen“. Dann aber ist sie nahezu unfehlbar.

Keine Angst, ich lass euch nicht allein! Ich nehme euch an der Hand und wir gehen zusammen jeden Schritt durch. Schließlich sollte in solchen Notsituationen nichts schief gehen.

Zunächst mal brauchen wir einen Plan. Einen Zeitplan. Wir suchen uns einen Tag aus, von dem wir den größten Teil mit der Herstellung der Waffe verbringen werden. Äußerste Sorgfalt ist Pflicht, deshalb sollten wir eine Tag wählen, an dem wir gut ausgeschlafen und topfit sind. Am besten wir fangen am Abend vorher schon damit an, dass wir früh ins Bett gehen. Vielleicht könnt ihr euch diese Anleitung ausdrucken, mit ins Bett nehmen und nochmal in aller Ruhe Schritt für Schritt durchgehen und euch dadurch mental gestärkt für den folgenden Zubereitungstag wappnen.

Es wäre auch praktisch – wenn nicht sogar unabdingbar – wenn ihr euch einen Markttag aussuchen würdet. Wir werden nämlich Eier kaufen müssen. Schöne Eier, frische Eier, große Eier. Und die gibt es nur bei der Eierfrau. Notiert euch schon mal: 6 schöne, große, frische Eier. Diesen Zettel gebt ihr der Eierfrau eures Vertrauens. Mit dem freundlichsten Lächeln, zu dem ihr fähig seid. Auch Eierfrauen sind nur Menschen, und so könnte es passieren, dass ihr sie an einem schlechten Tag erwischt und sie auf den Gedanken kommt, diesem dahergelaufenen unfreundlichen Kunden einfach die restlichen Eier von gestern anzudrehen. Nein, Eierfrauen machen sowas normalerweise nicht, aber ihr solltet kein Risiko eingehen. Lächelt freundlich, beginnt, wenn es geht, ein nettes Gespräch und ihr werdet sehen: die erste Hürde ist genommen; es kann losgehen.

Falls es auf eurem Markt auch Sahne gibt, dann könnt ihr auch gleich Sahne mitnehmen. 250 ml frische Sahne werden wir brauchen, aber nehmt lieber 300 ml. Ihr werdet sehen, dass es nicht immer ganz einfach ist, mit 250 ml auszukommen. Solltet ihr doch in den Supermarkt müssen, dann achtet bitte darauf, dass ihr 2 Becher mitnehmt. Euch ist sicher auch schon aufgefallen, dass in allen Rezepten 250 ml Sahne verlangt werden, aber in einem Becher nur 200 ml drin sind. Ich weiß auch nicht, warum das so ist, aber egal. Auch wenn ihr euch normalerweise mit einem Becher durchmogelt, in diesem Fall wird das nicht reichen. Keine Angst, für die übrige Menge fällt euch schon irgendwas ein.

Und wir werden Zucker brauchen. Ihr habt doch Zucker zuhause? 1 EL reicht aus. Wir werden allerdings auch Vanillezucker benötigen. Laut Rezept 2 Päckchen. Kommt jetzt aber bitte nicht auf die Idee, einfach zwei Päckchen einzupacken, auf denen „Vanillezucker“ steht! Ich weiß nicht, was da drin  ist, aber Vanillezucker ist das nicht. Ihr habt sicher vorgesorgt und die Vanilleschoten, von denen ihr nur das Markt verwendet habt, in ein Glas mit Zucker gesteckt: das ist Vanillezucker! Davon brauchen wir 4 gehäufte TL. Sorgt bitte dafür, dass euer Zucker-Glas noch so viel hergibt.

Ja, und Schokolade werden wir brauchen: 150 g dunkle Schokolade und 100 g weiße Schokolade. Es wird euch sicher nicht überraschen, dass das Ergebnis besser wird, wenn ihr gute Schokolade verwendet. Es muss nicht unbedingt Valrhona sein, es schadet aber natürlich auch nicht. Wenn ihr eine Markenschokolade verwendet, z.B. Lindt, dann reicht es, wenn ihr bei der dunklen Sorte darauf achtet, dass sie so zwischen 60 und 70% Kakao-Anteil hat – mit Vollmilchschokolade könnt ihr das Ergebnis gleich im Müll entsorgen, ehrlich. Einen erstaunlich guten Tipp habe ich bei Jürgen von digilotta gefunden: die Bitter-Schokolade von „Schogetten“ (65%) hat ein erstaunlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und auch die weißen Schogetten sind annehmbar.

So, jetzt brauchen wir nur noch 3 Blatt weiße Gelatine und 1 EL Arrak. Die Gelatine ist für den weißen Mousse-Anteil. Da weiße Schokolade weniger Fett enthält, wird die Creme sonst nicht fest. Falls ihr aus irgendwelchen Gründen lieber etwas pflanzliches wie Agar-Agar nehmen wollt, wisst ihr hoffentlich, wie das geht – ich kann euch da leider nicht helfen. Den Arrak könnt ihr auch durch Rum ersetzen, wär aber schade. Ich habe den bei einem Sri-Lanka-Urlaub immer an der Bar gesüpfelt und natürlich ein besonders erlesenes Fläschchen mit nach Hause gebracht. Falls ihr das auch tun wollt: bitte nicht noch schnell am Flughafen von Colombo eine Flasche kaufen, wenn ihr in Frankfurt noch einen Anschlussflug habt. Das ist dann nämlich ein innereuropäischer Flug, auf dem Flüssigkeiten in der Menge leider nicht im Handgepäck … kurz, die edle Flasche landet bei einem bedauernd den Kopf schüttelnden netten Sicherheitsbeamten – schade!

So, das war’s auch schon. Bis auf 6 EL starken Kaffee können alle Zutaten bei einem einzigen kleinen Spaziergang besorgt werden. Falls ihr Tee-Trinker seid, dann kauft halt in Gottes Namen irgendwas Lösliches. Fassen wir noch einmal zusammen:

Einkaufs-Zettel:
6 schöne große frische Eier
250 ml frische Sahne
150 g dunkle Schokolade
100 g weiße Schokolade
3 Blatt Gelatine
1 EL Zucker
4 gehäufte TL Vanille-Zucker
1 EL Arrak (oder Rum)
1 EL Zucker
6 EL starker Kaffe

Bitte überprüft nochmal. ob ihr alles habt – es soll ja nichts schief gehen.

Kümmern wir uns noch kurz um die benötigten Utensilien. Wir brauchen einen kleinen Topf zum Schmelzen der Schokolade auf dem Herd. Ihr habt doch einen Herd? Notfalls geht sicher auch die Mikrowelle, aber mit so einem neumodischen Kram kenn ich mich nicht aus. Kauft euch bitte einen Herd (und einen kleinen Topf). Dann brauchen wir zwei große Rührschüsseln. Zwei, wegen der zwei Farben, ihr versteht schon. Zwei kleine Rührschüsseln für das Schlagen von Sahne und Eiweiß. Die brauchen wir zwar auch zweimal, aber wir werden die zwischendurch abspülen, ich sag dann schon wann. Dann braucht ihr einen Handmixer mit Quirlen. Ihr habt doch einen Handmixer? Nein? Na dann viel Spaß mit dem Schneebesen. Die Quirle brauchen wir dauernd, und immer schön sauber. Ich sag schon, wann sie abgespült werden müssen, keine Sorge. Dann solltet ihr 1 oder 2 Esslöffel bereitlegen und einen Teigschaber oder, falls ihr das auch nicht haben solltet, einen Schneebesen. Und zu guter Letzt bräuchten wir noch eine ausreichend große Glasschüssel für das Resultat.

Habt ihr das alles bereitgestellt? Gut. Dann solltet ihr noch etwas Platz im Kühlschrank schaffen, dort könnte es nämlich eng werden. Im Laufe der Dinge werden wir da alle vier Rührschüsseln, die beiden großen und die beiden kleinen, parken müssen. Kein Platz? Euer Kühlschrank ist zu klein, kauft euch noch schnell einen größeren.

Jetzt kräftig durchatmen und nochmal kurz überlegen, ob es das alles Wert ist. Ja? Dann mal los.

Fangen wir gemeinsam an, die 6 EL starken Kaffee zuzubereiten. Ich nehm dazu die Espresso-Maschine, ihr vielleicht irgendwas anderes, notfalls – wie gesagt – was Lösliches, nur Spülwasser sollte es nicht werden. Den kippen wir in den kleinen Topf, der durchaus auch schon auf dem (ausgeschalteten) Herd stehen kann. Dazu kommt die dunkle Schokolade, die (von euch) in Stücke gebrochen wurde – Schogetten gehen einfach so.

Jetzt nehmt ihr jeweils eine große und eine kleine Rührschüssel und stellt sie nebeneinander. Dann müssen wir drei der sechs Eier trennen. Das geht so: Ihr nehmt jeweils ein Ei, halbiert es über der kleinen Schüssel und kippt dann das Eigelb solange von einer Hälfte in die andere (immer über der kleinen Rührschüssel!), bis das Eiweiß komischerweise nach unten in die Schüssel gefallen ist und ihr nur noch das Eigelb hin- und herwerft. Ihr braucht nicht ewig zu werfen. Wenn ein paar Tropfen Eiweiß noch dran hängen, dann macht das gar nichts. Wenn aber ein wenig Dotter in die kleine Rührschüssel geplumpst ist – fangt ihr am besten ganz von vorne an, das wird nämlich später kein Schnee mehr. Vorsichtige Menschen, also sogenannte Hasenfüße , trennen deshalb jedes Ei separat über einer extra kleinen Schüssel, dann ist der Schaden nicht so groß, wenn was schief geht. Aber das ist ja was für Anfänger. Kurz: das Eigelb verfrachtet ihr dann in die daneben stehende große Rührschüssel. Dreimal, wie gesagt.

Schaut euch das nochmal an. Drei Eidotter sind jetzt in der großen Schüssel und drei Eiweiß in der kleinen. Das Eiweiß ist nicht mehr so leicht zu zählen, aber wenn ihr nicht allzu sehr geschludert habt: wo soll es denn sonst sein?

Jetzt aufgepasst! Jetzt passieren zwei Sachen gleichzeitig! Ich weiß, das ist die höhere Schule. Man könnte das auch hintereinander machen, aber wir haben ja nicht ewig Zeit! Jetzt müssen wir uns nämlich so hinstellen, dass die linke Hand den Handmixer mit den Quirlen in die große Rührschüssel hält (die kleine Schüssel könnt ihr erst mal beiseite stellen) und die rechte Hand mit einem Esslöffel in dem kleinen Topf rühren kann, der ja auf dem Herd bereit steht. Über Linkshänder hab ich jetzt noch nie nachgedacht, aber die machen wahrscheinlich alles genauso, nur andersrum. Wenn das ums Verrecken nicht klappen will, weil ihr eure Küche so saublöd eingerichtet habt, dann macht das halt in Gottes Namen hintereinander!

So, bevor ihr jetzt beide Hände voll habt, schüttet ihr noch schnell 1 EL Zucker und 2 gehäufte TL Vanillezucker zum Eigelb, schaltet die Herdplatte auf ganz kleine Stufe ein und dann geht’s los. Ihr müsst jetzt nämlich mit dem Handmixer (linke Hand!) die Eigelb-Zucker-Mischung sehr schaumig schlagen und mit dem Esslöffel (rechte Hand!) ab und zu im schmelzenden Kaffe-Schokoladegemisch rühren. Kapiert? Ist eigentlich ganz einfach. Ach ja: eine Eieruhr hab ich vergessen. Das „sehr schaumig“ Schlagen dauert nämlich mindesten 6-7 Minuten und das ist wie beim Zähneputzen; wenn’s nicht am Ende klingelt, denkt man immer viel zu früh, man sei fertig. Also: links schaumig schlagen, rechts schmelzen bis es klingelt. Das ist eigentlich sehr einfach und entspannt. Es sei denn, der Topf zur rechten ist zu leicht und rutscht beim Rühren vom Herd. Dann bräuchtet ihr ja eine dritte Hand um den Topf festzuhalten. Da ihr die – so Gott will – nicht habt, könntet ihr auf den Gedanken verfallen, den Topf mit den Zähnen festzuhalten. Ihr werdet aber schnell feststellen, dass es dabei zu unschönen Wärmeentwicklungen im Lippenbereich kommt. Ich habe bessere Erfahrungen damit gemacht, mit den Zähnen den Löffel zu halten und mit kreisenden Kopfbewegungen zu rühren, um mit der dabei frei werdenden Hand den Topf zu halten – probiert es einfach aus.

Jetzt können wir die Drehzahl des Handmixers reduzieren, oder das Ding gleich ganz auf die Seite stellen und mit einem Schneebesen weitermachen. Jetzt kommt nämlich die flüssige Schokolade nach und nach in den Eigelbschaum und wird dort gut untergerührt. Wenn das getan ist, kommt die ganze Schüssel mit Inhalt in den Kühlschrank, bis die Masse anfängt, fest zu werden.

Wenn ihr euch jetzt umschaut, dann werdet ihr sehen, dass die Quirle des Handmixers einen braunen Belag aufweisen. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil ihr sie ja in die Schokolade-Eigelb-Sauce getaucht habt. Es ist aber unpraktisch, weil jetzt das Eiweiß, das immer noch in der kleinen Rührschüssel wartet, mit denselben Quirlen zu Eischnee geschlagen werden muss. Also, ab ans Spülbecken und unter heißem Wasser säuberlich reinigen. Anschließend mit kaltem Wasser abspülen und gut trocknen, Merke: versuche nie Eiweiß mit kochend heißen Quirlen zu schlagen, es wird es dir nicht danken.

Also, Eiweiß mit dem Handmixer und den frisch gereinigten Quirlen zu steifem Schnee schlagen und zur Seite stellen. Steif heißt allerdings nicht Beton, eher Schaum, vielleicht ist Schnee doch der richtige Ausdruck.

Der weiße Belag an den Quirlen ist auch jetzt wieder ganz normal. Ihr wisst schon, das Eiweiß, das ihr damit geschlagen habt. Aber wieder ist es höchst ärgerlich, weil jetzt müssen wir in der zweiten kleinen Rührschüssel die Hälfte der Sahne mit denselben Quirlen steif schlagen, und da wären noch anhaftende Eischnee-Reste doch eher unschön. Aber wir kennen das inzwischen: Am Spülbecken mit heißem Wasser reinigen, kalt abspülen und gut trocknen.

Da wir mit Spülen und Trocknen und Quirlen und Zeugs so viel Zeit vertrödelt haben, ist jetzt aber die Schokolade-Creme im Kühlschrank soweit und kann ans Tageslicht gezerrt werden. Wir heben jetzt unter. Zuerst die Sahne, dann den Eischnee. „Unterheben“ ist wieder mal so eine Kochbuch-Metapher, die die Realität nur ungenügend trifft. Wir nehmen nämlich den Teigschaber (oder ersatzweise den Schneebesen) in die rechte Hand, fassen mit der linken an den Rand der Schüssel und vollführen mit beiden drehende Bewegungen. Das heißt, wir drehen die Schüssel und durch die kreisende Bewegung des Schabers vermischen wir die beiden Komponenten so schonend, dass nicht die zuvor mühsam eingequirlte Luft entfleucht. Kapiert? Na, auf jeden Fall: nicht rühren wie ein Hirsch, sonder sorgsam unterheben.

So, dieser Schüssel kann jetzt wieder ihr Weg in den Kühlschrank gezeigt werden, wo sie noch ein wenig ruhen darf, bis der zweite – weiße – Teil der Chose fertig ist.

Hier ist jetzt der Zeitpunkt, sich in Erinnerung zu rufen, wie groß die Freude der Familienmitglieder beim Verzehr sein wird, denn erfahrungsgemäß sinkt der Lustpegel an dieser Stelle zum ersten Mal deutlich ab. Beim ersten Mal ist das natürlich noch schwer, weil man sich nur der Imagination bedienen kann, während man beim zweiten und darauf folgenden Malen aus der Erinnerung an die strahlend leuchtenden Augen und die glücklichen Gesichter zehren kann. Also, weiter geht’s.

Daran anschließend reinigen wir: den kleinen Topf, in dem inzwischen die Reste der flüssigen Schokolade eingetrocknet sind, die Quirle des Handrührers, beide kleinen Rührschüsseln, den Teigspatel oder den Schneebesen, den Esslöffel, den wir zum Rühren verwendet haben, oder kurz: einfach alles, was so rumsteht.

Denn jetzt kommt die eigentliche Schönheit dieses Desserts zum Tragen: wir kennen das alles schon und machen einfach nochmal genau dasselbe – nur in weiß.

Neu ist lediglich, dass wir jetzt die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Dann allerding kommt in den kleinen Topf, den wir wieder auf den Herd gestellt haben (hat den eigentlich in der Zwischenzeit jemand ausgemacht?) nun – genau: die weiße Schokolade, in Stücke zerbrochen, zusammen mit 50 ml Sahne und 1 EL Arrak. Links daneben platzieren wir wieder denselben Aufbau aus einer großen und einer kleinen Rührschüssel, in die wir die restlichen drei Eier trennen. Muss ich das nochmal erklären? Nein? Gut. Zu dem Eigelb kommen dieses Mal noch 2 gehäufte TL Vanillezucker und 1 EL warmes Wasser. Jetzt die Eieruhr, den Herd und den Mixer einschalten und: links schaumig rühren, rechts Schokolade schmelzen. Die Taktik des Topffesthaltens kann bei Belieben beibehalten oder bei Nichtgefallen variiert werden.

Am Ende – bevor die zwei zusammengerührt werden – muss noch die ausgedrückte Gelatine in der warmen Schokolade aufgelöst werden. Dann kann auch diese zweite Schüssel in den Kühlschrank bis die Gelatine anfängt, ihre Wirkung zu entfalten. Zwischenzeitlich reinigen wir vor allem die Quirle, schlagen das Eiweiß zu festem Schaum und – nach wiederum gereinigten Quirlen – die restliche Sahne steif. An dieser Stelle bewährt sich es sich, wenn man Einkauf der Sahne etwas großzügiger war.

Dann stellen wir die beiden kleinen Rührschüsseln zu den beiden großen in den Kühlschrank, der jetzt wahrscheinlich knapp an seine Kapazitätsgrenzen stößt, aber wir haben ja vorgesorgt.

An dieser Stelle ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Zigarettenpause, da die Gelatine noch einige Minuten ihre Wirkung entfalten muss – aber wirklich nur eine Zigarette! Ich würde übrigens davon abraten, bereits während der Erstellung des Eischaumes zu rauchen, weil sich die herabfallende Asche nur äußerst mühsam wieder aus der Eierpampe entfernen lässt, aber das sei jedem selbst überlassen.

Auch hier wird jetzt wieder zuerst die Sahne und dann das Eiweiß „untergehoben“, eine Technik, auf deren wiederholte Erklärung ich zugunsten einer kompakteren Darstellung an dieser Stelle verzichten will.

Dann werden aus beiden Schüsseln, der braunen und der weißen, jeweils nacheinander mehrere Schichten in die bereit gestellte Glasschüssel appliziert und dann fährt man mit einem Löffel in anmutigen Wellenbewegungen durch die angehäuften Lagen, um so ein hübsches Marmormuster zu erzeugen. Weshalb auch ersichtlich sein wird, warum die Schüssel eine gläserne zu sein hat. Nachdem im Kühlschrank mittlerweile genug Platz ist, kann das fertige Dessert dort für einige Stunden untergebracht werden, wobei ihr ein Schutz in Form einer Frischhaltefolie nicht zum Nachteil gereicht, da der Geruch zum Beispiel von Romadur nur schlecht mit dem zarten Aroma der Schokoladen-Creme harmoniert.

Was heißt hier: Geh weg, zu aufwändig? Ich mach das gern, um meine Lieben zufrieden zu stellen! Man muss auch mal bereit sein, Opfer zu bringen.

Ach ja: so sieht es aus, wenn schon ein Teil der Meute darüber hergefallen ist, und wenn der Koch das mit den anmutigen Wellenbewgungen nicht so richtig ernst genommen hat:

Marmorierte Mousse au Chocolat

 

Nur für Blogger

Es gibt heut nichts zu essen. Nicht hier. Nur „off-stage“.

Arthurs Tochter (für Irrläufer: auch so ein Blog mit Essen1)) ist ja irgendwie die Gralshüterin und Vorab-Autorisierte von diesen Wikio-Listen, die ich nach wie vor nicht verstehe, obwohl Martin mit dem schönen Leben sein Bestes getan hat, es mir zu erklären. Und sie sagt selbst, dass das außer mir keiner liest, dann ist das ja auch egal. Aber sie ist ein alter Hase (darf man das als Mann über eine Frau so sagen?) und ein Profi und: erfolgreich! Was einen Frischling natürlich hellhörig macht, wenn sie Tipps gibt.

„Wenn ihr ein bisschen genauer sehen wollt, wer Euren Blog wirklich liest, bzw. wie lange er auf Eurer Seite bleibt, dann setzt Euch mit Google-Analytics auseinander.“

Vielleicht hat mich dieser Satz in einer grüblerischen Minute erwischt. Auf jeden Fall ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Will ich das? Soll ich das wollen?

Gut, am Anfang hat mich tierisch interessiert, ob. Da kehrt man sein Innerstes nach außen – und es versickert ungehört im Weltall, das Innerste. Und nach dem ersten Lebenszeichen hat mich genauso tierisch interessiert, ob noch einer. Und danach habe ich gedacht, einer ginge ja noch. Eitler, selbstverliebter Blogger, ick hör dir trapsen.

Aber wer? und wie lange?, darauf bin ich noch gar nicht gekommen. Das wär Klasse! Ich könnte dann zielgruppenorientierte Themen anreißen und eine Pause einbauen, wenn aus der Dauer ersichtlich wird, dass Herr oder Frau Rezipient eingeschlafen sind und ein Nickerchen machen. Ich bin ja flexibel, ich könnte einen schönen Braten posten, wenn eine Fleischerei-Fachverkäuferin vorbeischaut oder ein pfiffiges Salätchen bei der Mitarbeiterin einer Werbeagentur. Und woher? Wenn ein Leser vorher auf einer Partneragentur war, könnte ich ein romantisches Dinner für zwei zusammenstellen. Bei einem Transfer vom Baumarkt könnte es dann schon was Handfestes sein, Blutwurst-Ravioli oder Curry-Wurst –  mal sehen. Nur Veganer, die müsste ich bedauernd links liegen lassen (aber -Wortspiel! – einen „link“ würde ich ihnen schon spendieren, da wär ich großzügig).

Andererseits wär das auch ziemlich anstrengend. Da könnten ja Leute daherkommen, mit denen ich gar nichts anzufangen weiß. Müsste ich mir dann was einfallen lassen? Eine Tischdecke mit Rüschen anschaffen, für nette Bilder? Und müsste ich diese Tischdecke (s.a. Serviettchen, Väschen, Schnickschnack) auch selber benutzen? Was würde Frau T. dazu sagen?

Ich glaube, ich will das gar nicht wissen, weder wer noch wie viele noch wie lange. Ich schalte die Statistik-Funktion jetzt ab. Mir reicht, was ich weiß: Dass Heike ein Messer hat und Robert einen Hut und die Küchenschabe aussieht, wie eine Küchenschabe eben aussieht. Und wenn einmal keiner mehr liest, dann werde ich ein Tränchen verdrücken, aber ändern werde ich mich nicht.

Die Ente2) hat mal gesagt, sie wünsche sich das Bloggen als Hobby wie z.B. Sockenstricken. Ich muss mal meine Mutter fragen, ob es sie interessiert, für wen sie strickt und woher die kommen und für wie lange.

____________________________
1) Seit Jahren suche ich nach einem pfiffigen (aber gutmütigen) Kommentar für sie, mit dem ich sie in Rage bringen könnte. Dann hätte „Arthurs Tochter Kocht“ plötzlich einen ganz neuen Sinn. Aber mir fällt nichts ein.

2) Auch so ein Blog, aber nicht nur übers Essen. Hat allerdings wohl schon alle Socken gestrickt. Wie wärs mal mit einem Schal?

 

Spinat

Spinat hat mein Leben verändert und entscheidend beeinflusst. Das ist jetzt keine billige Platitüde, das ist Fakt, knallharte Realität.

Als ich aufgewachsen wurde (auf dem Dorf wächst man nicht einfach auf wie man will), da hat man den Müttern, also auch meiner, die Geschichte vom Eisengehalt im Spinat aufgetischt. Und sie hat mir dann grüne Pampe aufgetischt. Und – noch wichtiger – sie hatte dabei ein gutes Gewissen. Und Spinat war billig, weil er im Garten wuchs. Und diese Kombination aus billig, gutes Gewissen und Eisengehalt (schließlich war die Hart-wie-Kruppstahl-Zeit noch nicht lange her), diese tödliche Kombination führte dann halt zu: Spinat, viel Spinat, wöchentlich Spinat, gefühlt auch schon mal täglich. Und immer als grüne Pampe – ich hab’s nie gern gegessen, aber oft. Dabei hätte sie nur mal googeln müssen, um Alternativen zu finden, die auch Eisen enthalten: Spinat enthält 2,6 Milligramm Eisen auf 100 Gramm, aber Leberwurst (5,9 mg), Schokolade (6,7 mg) und Pistazien (7,3 mg)! Leberwurst, Schokolade und Pistazien gab’s aber nie.

Gut, damals gab es noch diesen Rechenfehler. Man ist halt um eine Kommastelle verrutscht und hat gedacht, es seien 26 Gramm. Heute denke ich, das kann mal passieren; es gibt ja auch plausible Erklärungen. Aber damals war die Kunde von diesem Irrtum, die dann nach und nach auch in das kleine Schwarzwalddorf fand, eine noch einschneidendere Erfahrung in meinem jungen Leben. Wie bitte, so habe ich mich damals gefragt, wie soll ich einen Karriere-Weg in einer Wissenschaft einschlagen, die unschuldige Kinder generationenlang bis zum Erbrechen quält? Und so leuchtete immer, wenn ich das Wort „Naturwissenschaft“ hörte, ein warnendes Stoppschild vor meinen Augen auf. Das lag nicht etwa an den Zeugnis-Noten, ach Quatsch, das war eine Spinat-induzierte Phobie allererste Güte. Und was hätte alles aus mir werden können! Nobelpreis-Träger, Astronaut oder Lebensmittelchemiker! Und was hätte ich alles für die Menschheit tun können! Den Krebs besiegen, Mondstaub sammeln, feine Aromen mischen! Aber so: lustlos durchs Abitur gequält, Sozialwissenschaften studiert und Spinat-Vermeidungsstrategien trainiert. Es ist ein Jammer.

Es gibt allerdings ein Happy-End. Im hohen Alter habe ich gelernt, nicht nachtragend zu sein – man nennt das Altersmilde. Und dass es nichts schadet, auch jungem Gemüse hin und wieder eine Chance zu geben – man nennt das „die Verantwortung auf die nächste Generation übertragen“. Und so kommt es, dass ich heute ein Spinat-Rezept poste und freimütig gestehe, dass ich das sehr gerne esse:

Wurzelspinat mit Chili und Walnüssen

Etwa 1kg groben, dunklen Blattspinat putzen, in kaltem Wasser gründlich waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Einen breiten Topf bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, den Spinat tropfnass hineingeben, mit einem Deckel verschließen und den Spinat so 3-4 Minuten dünsten. Den zusammengefallenen Spinat portionsweise in einem Spitzsieb mit einer Schaumkelle gut ausdrücken.

In einer Pfanne 3 EL Olivenöl erhitzen, 60g Walnusskerne (geviertelt) darin goldbraun rösten. 1 rote Chilischote (entkernt und klein gewürfelt), 120 g Zwiebeln (gewürfelt) und 1 Knoblauchzehe (gewürfelt) darunter mischen und 2 Minuten mitdünsten.

Den ausgedrückten Spinat mit einer Fleischgabel untermischen, erhitzen und salzen.

 

Ich hab da mal

… eine Frage.

Ich wollte Anna-Kartoffeln machen. Ihr wisst schon, Lüneburger Heide, Kartoffel-Land, öfter mal was anderes und so.

Nun koche ich seit langer Zeit nichts mehr, außer vielleicht Spiegeleier, ohne vorher bei Robert nachzuschauen, ob er das schon mal gemacht hat. Hat er natürlich. Im Herbst 2009.

Er schreibt: „Das Gericht geht auf einen Schüler von Marie Antoine Carême zurück„. Ich lese aber: „Das Gericht geht auf meinen Schüler  Marie Antoine Carême zurück„. Und wundere mich kein bisschen.

Und jetzt meine Frage: Wundert euch das?

Chou Rouge

Ist ja schon gut. Ich hätte in der Überschrift auch „Rotkohl“ schreiben können (oder „Rotkraut“ für die Südlichter oder gar „Blaukraut“). Aber dann hätte das doch wieder kein Mensch gelesen. Weil ALLE ja an Weihnachten Ente (oder irgendwas) mit Rotkohl hatten. Ganz schlechter Zeitpunkt für Rotkohl.

Wenigstens habe ich gewartet, bis ich schreiben kann: Letztes Jahr an Weihnachten – „Ja, letztes Jahr an Weihnachten…“. Das hört sich doch schon besser an. Aber dennoch wird die eine Hälfte der Leserschaft das Wort „Rotkohl“ nicht mehr hören können, und die andere Hälfte glaubt eh nicht, dass man ihren ganz speziellen Weihnachts-Spezial-Rotkohl übertrumpfen kann. Ist aber so. Tut mir leid, da müsst ihr durch:

Feigenrotkraut nach Paul Haeberlin

Am Vortag einen kleinen Rotkohl (800g) vierteln, die dicken Strünke herausschneiden, vierteln und in feine Streifen schneiden. Mit 1 EL Zucker, 3 EL Rotweinessig und Salz gut mischen und über Nacht durchziehen lassen.

Dann 200g feingeschnittene (und gepellte) Zwiebeln in 100 ml Olivenöl in einem gusseisernen Schmortopf leicht anbräunen. 8 getrocknete Feigen (150g) klein würfeln und mit dem Kohl und 3 Scheiben frischem Ingwer dazugeben. Mit 100 ml Portwein und 250 ml Rotwein aufgießen.

Den Topf mit einem Deckel verschließen und im vorgeizten Ofen bei 150°C etwa 1½ Stunden schmoren. Dabei ab und zu umrühren und zum Schluss eventuell etwas nachwürzen.

Bevor die alten Hasen jetzt abwinken, weil sie Feigen schon 2009 bei Robert im Rotkohl hatten: Leute, das war Ducasse (einer der wenigen Menschen, vor denen ich mich verbeugen würde). Das hier ist Paul Haeberlin (vor dem ich unwillkürlich auf die Knie fallen würde). Nein, Monsieur Paul hat nicht nur Gänseleberpastete gemacht und – igitt! – Froschschenkel-Mousseline, sein Markenzeichen war die Bodenständigkeit, auf hohem Niveau. Man müsste doch mal nach Illhäusern in die Auberge fahren. Sein Sohn Marc scheint die Klassiker noch auf der Karte (und auf der Pfanne) zu haben: „Mousseline de Grenouille“, „Cotelette de Perdreau Romanoff“ oder „La terrine des foie gras d’oie“. Hmmm. Sein Rotkraut ist allerdings – wie gesagt – auch nicht von schlechten Eltern.

Aber wenn ich da dann doch hinfahre, was sag ich dann? Wie spricht man den elsässischen Namen denn aus? Häberlin, wie den Basler Philosophen, oder Äberlä, irgendwie französisch? Für mich war das immer der Herr Häberlin, oder Missjöh Pohl. Aber alle sagen, er habe den Deutschen das Essen beigebracht; das wäre mit einem deutschen Namen gar nicht gegangen. Man hat ja damals auch gerne bei To:schelmo eingekauft (schreibt sich übrigens „Tengelmann“). Man sollte sich vorher besser nochmal erkundigen.

Bei Paul Bocuse habe ich noch ein anderes Haeberlin-Rotkraut-Rezept entdeckt, die beiden sollen ja dicke Freunde gewesen sein. Auch das hört sich nicht schlecht an – „Chou rouge à la mode alsacienne Paul Haeberlin“. Es funktioniert ziemlich ähnlich, nur werden die Feigen durch Räucherspeck und geröstete Kastanien ersetzt und das Ganze mit schwach gesalzenem Kalbsfond übergossen – irgendwo müsste ich noch einen halben Kopf ruude Kappes rumliegen haben (damit auch die Rheinländer wissen, wovon ich rede).

Und wenn ich schon beim name-dropping bin, dann MUSS ich doch noch rasch erwähnen, dass ich als Kind zusammen mit Harald Wohlfahrt im Blockflöten-Kurs war. Beim Blasen hatte er auch nicht mehr Talent als ich.

Tischgespräche
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.