Ente, Rotkohl, Speckknödel

Ein wunderschöner Wintertag heute, mit strahlendem Sonnenschein und zwanzig Zentimeter Schnee. Alle Kids holen den Schlitten aus dem Keller …

Jetzt ist es nur leider so, dass es hier in der Lüneburger Heide ziemlich eben ist. Ich hab ein bisschen Mitleid mit den Kids, aber die Lütten sind noch so klein, dass sie wahrscheinlich gar nicht wissen, dass dieser Maulwurfshügel eigentlich unter ihrer Würde sein müsste.

Küchentagebuch, Sonntag 31. Januar 2021

  • geröstete Lack-Ente (aus essen&trinken, aber offensichtlich zu alt für einen Link)
  • Entensauce (archäologischer Fund bei Ausgrabungen in der Tiefkühltruhe, so etikettiert)
  • Feigen-Rotkohl (hier aus dem Blog)
  • Speckknödel (die ohne Speck wahrscheinlich Semmelknödel heißen würden und von “Nur das gute Zeugs” stammen. Aber der Claus hat ja auch irgendwann aufgehört. Auf jeden Fall aber Danke an ihn für den Tipp, die Knödel nicht im Wasser zu ertränken, sondern etwa 30 Minuten zu dämpfen – Klappgarantie)

Ein bisschen wehmütig macht mich dieses Küchentagebuch heute schon: Wie sehr sich doch manches geändert hat!

Schwarzwurzel, Rosenkohl, Bete

Immer noch tiefer Schnee im Garten. Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich – wie es sich gehört – Rosenkohl beim Ernten unter dem Schnee hervorscharren musste.

Die “Pommes” von Herrn Ottolenghi würden wir hier wahrscheinlich eher als Ofenkartoffeln, oder modischer als Wedges, bezeichnen. Aber woher soll ein englischer Israeli auch die Feinheiten unserer Kartoffelkultur kennen. Ich werde ja mit seinen Gewürzen auch erst langsam warm…

Küchentagebuch, Samstag 30. Januar 2021

  • Schwarzwurzeln, Rosenkohl, Ziegenkäse (bei Uwes Highfoodality)
  • Gelbe Beete aus dem Ofen (von eintopfheimat – wegen dem Sichwort “Kindheit”, das klingt so schön bodenständig)
  • Ofen-Pommes mit Oregano und Feta (aus Ottolenghi, Simple, S. 150)

Beete, Linsen, Gedöns

Bei uns im Norden schneit es, im Süden taut es – funktioniert hier eigentlich gar nichts mehr?

Der Räumdienst, also Frau T., kam im Garten offensichtlich nicht bis nach hinten zum Lorbeer. Das ist schade und hätte im Mittelalter sicher zu ernsthaften Konsequenzen geführt. Weil: Jetzt muss ich, der Mann, selber ein Lorbeerblatt aus dem tiefen Schnee klauben. Für Punkt 2 des Küchentagebuchs.

Es gab ja Gründe, damals damit (mit dem Tagebuch) aufzuhören. Aber ich bin (noch) älter geworden und wenn ihr mich fragt, was es gestern zu essen gab: Hmmm. Deshalb schreib ich’s wieder auf.

Küchentagebuch , Freitag 29. Januar2021

So, mal schauen, was es morgen gibt…