Hühnerbeine, Salz, Salat

Als-es-noch-möglich-war™, habe ich in Wartezimmern gerne Frauenzeitschriften gelesen – eine andere Welt! Und einmal bin ich da auch auf ein Rezept gestoßen. Was heißt hier ein Rezept? Das ultimative Rezept für knusprige Hühnerbeine aus dem Ofen! Ihre Familie wird begeistert sein! Ich also die Seite fotografiert, nach Hause gerannt, die Familie schonend auf ein Genuss-Spektakel vorbereitet, und …

Nun, das Geheimnis war letztlich: Salz. Das Motto war: Viel Salz macht viel knusprig. Das ist natürlich nicht ganz falsch, zur Wahrheit gehört aber auch: Viel Salz macht viel salzig!!

Und so ist von dem Rezept nicht viel mehr übrig geblieben als 1 EL Curry, den ich vorher erstaunlicherweise noch nie in so eine Marinade geschüttet hatte.

Küchentagebuch, Sonntag 28. Februar 2021

  • Marinierte Hühnerschenkel mit
  • Kartoffeln im Ofen gebacken
  • Salate (alle Reste von gestern)
  • Joghurt mit frischem Apfelkompott
Kartoffel-Hähnchen, knusprig dank Salz

Gebacken: Gedeckter Apfelkuchen (Lichter)

Falafel, rote Zwiebel, Fladenbrot

Womit man mich immer kriegen kann, ist das Versprechen, bei einem eigentlich einfachen Rezept, bei dem aber natürlich auch alles schief gehen kann, den perfekten Kniff zu kennen. Meist funktioniert es natürlich dann doch höchstens manchmal, aber ich lese es doch und probiere es trotzdem aus – immer wieder.

Falafel – ohne Mehl

Auch Hans Gerlach hat mich im Magazin der Süddeutschen mit seinem Rezept für Falafel so gefangen. Nichts ist ja einfacher als staubtrockene Falafel zu produzieren, aber nicht mit diesem Rezept! Spoiler: Rohe Kichererbsen, laaange eingeweicht und eine homöopathische Prise Backpulver – bislang hat’s immer funktioniert. Und in der Kombination mit knusprigem Fladenbrot, eingelegten Zwiebeln, knackigen Gurken und frischen Tomaten mit einer scharfen Sauce wären wahrscheinlich auch ein wenig trockenere Bällchen tolerierbar.

Küchentagebuch, Samstag 27. Februar 2021

  • Falafel
  • Eingelegte rote Zwiebel
  • Romana-Salat, Gurke, Tomaten
  • Tahini-Zitronen-Sauce
  • Betäubendes Öl für die Schärfe (Übrigbleibsel von einem Ottolenghi-Rezept)
  • Frisches selbstgebackenes Fladenbrot
Zu meiner Rechtfertigung muss ich sagen, dass runde Fladen zu formen gar nicht mal einfach ist!
Und das alles kommt rein …

Karotten, Blumenkohl, Rosenkohl

Tja, Einkaufen will gelernt sein. Ein Bund Karotten liegt noch im Keller – da hat wohl jemand gedacht, den könnte man brauchen. Dieser kleine Blumenkohl – so hat wohl jemand gedacht – ist doch ideal für zwei, der muss mit. Und Rosenkohl – hat wohl jemand gedacht – her damit, solang es noch welchen gibt.

Und jetzt? Was ich die ganze Zeit schon vor mir herschiebe: Rosenkohl füllen. Oder wie Uwe Highfoodality meint: “Rosenkohl füllen ist sicher eine Kategorie weiter oben auf der «Muss-man-mal-gemacht-haben-nervt-aber-trotzdem»-Skala.”

Na ja – es blieb dann doch beim bewährten Ottolenghi-Salat, schließlich lag da auch noch eine Grapefruit rum. Es ist aber noch Rosenkohl übrig – wer weiß?

Auf jeden Fall: morgen ist Markt – ich hab wieder Platz.

Küchentagebuch, Freitag 26. Februar 2021

Alles drauf?

Backen: Ciabatta (gestern vergessen zu notieren)