Rumpsteak, Kohlrabi, Pommes

Da ich noch nicht lange weiß, wie gut die meisten Kohlsorten (Blumenkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Spitzkohl) schmecken, wenn man sie in den Backofen schiebt, konnte das Experiment mit dem Kohlrabi nicht ausbleiben. Entschieden habe ich mich für ein Rezept von Ottolenghi, da er mich in letzter Zeit genauso wenig enttäuscht hat, wie die anderen Kohlsorten. Er wirft den Kohlrabi als Einlage in einen Gersteneintopf, aber die Gerste brauche ich bei diesem Sommereinbruch fürs Terrassen-Bier. Ist auch schnell erklärt: 1 kg Kohlrabi schälen, in etwa 2,5cm dicke Spalten schneiden, mit 4 Sardellenfilets (abgetropft und fein gehackt), 2 EL Olivenöl, 2 Knoblauchzehen (zerstoßen), ½ TL Salz und 1 kräftigen Prise Pfeffer marinieren und auf einem Backblech ausbreiten. 25 Minuten bei 190° Umluft bräunen, 1x wenden und 300 g süße, reife Kirschtomaten dazu geben. Weitere 15-20 Minuten im Ofen lassen, bis der Kohlrabi weich und goldbraun ist und die Tomaten leicht schrumpelig sind.

Küchentagebuch, Donnerstag 3. Juni 2021

Auch Kohlrabi funktioniert sehr gut im Backofen

Gebacken: Bergkruste (Plötzblog)

Zu früh angeschnitten, aber wer will da warten?

Kohlrabi, Petersilie, Tomate

Irgendjemand pflanzt Unkraut in unserem Garten, und zwar in großen Mengen. Frau T. sagt, sie war es nicht. Ich schon gleich überhaupt nicht. Also muss es ein Einbrecher sein, der nachts mit dem Samenbeutel durch die Gärten schleicht – auch manche Nachbarn haben ähnliche Probleme. Aber wer macht so etwas, was hat er davon? Sollte der, wenn er denn nicht ausgelastet ist, nicht lieber die Post austragen? Ist die menschliche Seele etwa noch abgründiger als ich ohnehin schon befürchtet hatte?

Küchentagebuch, Mittwoch 2. Juni 2021

  • Strudelmuffins mit Kohlrabi (lamiacucina)
  • und Petersilienpesto (s.o.)
  • Tomatensalat mit Limetten-Kardamom-Joghurt (Ottolenghi, Rezept)
Der Salat ist einfach Ottolenghi, und den lamiacucina-Teil gab’s viel zu lang nicht mehr

Fisch, Gurke, Reis

Frag ich doch heute ganz nebenbei die Fischfrau meines Vertrauens beim schweifenden Blick über die Auslage, ob man denn Aal ohne schlechtes Gewissen essen könne. Klar, sagt sie – sie spricht ein wenig Hamburger Dialekt, wahrscheinlich um den Eindruck von frischem Fisch zu erzeugen – wenn er hier liegt schon. Also es gäbe ja Regeln und Quoten und sie würden sich strikt daran halten. Ich könne also alles, was es hier gibt, bedenkenlos essen. Jetzt ist wahrscheinlich ein Fischstand auf dem Marktplatz nicht der geeignetste Ort für eine Grundsatzdiskussion über Missstände in der Fischindustrie und Verbraucherverhalten im Allgemeinen, und da sich – auch über den Corona-Abstand hinweg – plötzlich alle einig waren, dass man es auch übertreiben könne, und wo er doch eh schon tot sei, und überhaupt hätte es das früher nicht gegeben. Ich habe also meinen Fisch bezahlt und mich auf den Heimweg gemacht, bevor ich eventuell gezwungen gewesen wäre, schlimme Worte zu gebrauchen. Allerdings spürte ich schon nach wenigen Metern auf der Zunge den Geschmack von leicht in Öl angebratenem Schwarzbrot mit sahnig-fluffigem Rührei und einem klitzekleinen Stück Filet vom Räucheraal. Ich glaube, ich nehme nächste Woche ein kleines Fitzelchen mit nach Hause. Wo er doch eh schon geräuchert ist.

Küchentagebuch, Dienstag 1. Juni 2021

  • Fisch süß-sauer (ohne Dosen-Ananas, ein Rezept aus dem Buch »Kochen! Das Gelbe«, das mir in der onleihe über den Weg gelaufen ist).
  • Basmati-Reis (mit ein wenig Kardamom und Nelke)
  • Sunomono – japanischer Gurkensalat (mit frischem Wakame – Rezept gibt’s bei der Turbohausfrau)
Wie damals die Nummer 384, nur ohne Glutamat