Rosenkohl, Wirsing, Speck

Aufmerksame Leser haben sicher schon festgestellt, mit welcher Sorgfalt der Koch Reste aufbraucht; wie elegant er zum Beispiel die halbe Limette bei den mazerierten Orangen unterbringt und das Viertel Sellerieknolle en passant im Kartoffel-Püree. Und der übrige Rosen- oder Wirsing-Kohl landet nicht etwa auf dem Kompost, sondern mit Grandezza in der Pasta-Pfanne! Ein toller Hecht ist er schon, der Koch. Aber er hat das erst mühsam lernen müssen. Ich weiß nicht, ob es am Norden liegt oder an der nicht sehr urbanen Gegend – hier gibt es Gemüse immer in Übergröße. Dass das für den Genuss nicht immer das Beste ist (ich sage nur Zucchini!), spielt offensichtlich keine Rolle. Hauptsache groß. Und auch wenn es geschmacklich keinen Unterschied macht, dann bleibt doch immer noch das Problem der Reste. Ein Fünf-Kilo-Kohlkopf für zwei Personen, da können Reste nicht ausbleiben. Wenn ich dann in einem Ottolenghi-Rezept lese: „2-3 kleinere Steckrüben (600g)“, dann tropfen ein paar Tränen aus meinen Augen, unklar ob aus Rührung oder aus Verzweiflung – eine Steckrübe unter 2-3 Kilo ist hier kaum zu finden.

Küchentagebuch, Montag 3. Januar 2021

  • Pasta mit Rosenkohl, Wirsing und Speck (angelehnt an ellerepublic.de)
  • Salat (auch so ein Rest)
der Rest von letztem Jahr
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