Detonation

Der Furz ist nur die Spitze des Eisberges.“

Diesen Satz sollte man ein wenig auf sich einwirken lassen.

Er stammt aus der 3sat-Dokumenation „Stimmen aus dem Bauch„, einer eher drögen Abhandlung über Enterotypen und die Fortschritte der Mediziner bei der Erforschung der Darmflora, aus der mir eigentlich nur in Erinnerung ist, dass Menschen mit Verdauungsproblemen in Bremen mit der „Fäkaltransplantation“ geholfen wird. Dabei wird den Patienten der Kot gesunder Menschen „zugeführt“, was diese unbegreiflicherweise als unangenehm empfinden, als gäbe es im asiatischen Raum nicht seit Urzeiten die bewährte „Yellow Soup“.

Aber zurück zu dem Satz mit dem zugegebenermaßen etwas schrägen Bild. Mir kommt dabei spontan das schöne alte Wort „Donnerbalken“ in den Sinn, das eine Ahnung davon vermittelt, welche gewaltigen Eruptionen ein einfaches Linsengericht auszulösen vermag, und mich beschleicht der Verdacht, dass da neben den aktuellen Problem – zum Beispiel der Klimaerwärmung, dem vergeblichen Kampf der Demokratie gegen die Märkte, der Netzneutralität und der bischöflichen Prunksucht – weitere dramatische Gefahren durchaus auch in uns selbst heranreifen und früher oder später unweigerlich zur Katastrophe führen werden.

Zu wenig oder zu viel?

Ich esse zu wenig. Nicht dass ich abgemagert wäre, im Gegenteil. Es gibt sogar mahnende Stimmen aus dem medizinischen Bereich, die zu leichterer Kost und – völlig unvorstellbar – zu sportlicher Betätigung raten. Aber was haben die schon für eine Ahnung von der Last des Lebens, die ein dürrer Klepper niemals bewältigen könnte.

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Sage und schreibe

„Dupdidupdidup dupdididupdupd dupdidupdupdi dupdiduuuuuuuuuuuuuuuu.“
„Was soll das denn sein? Verschlüsselt du jetzt auch deine Posts?“
„Mensch, hör doch: Dupdidupdidup dupdididupdidup.“
„Ach, du meinst du singst? Was is’n das? Roy Black?“
„Dupdidupdidup dupdididupdupd dupdidupdupdi dupdiduuuuuuuuuuuuuuuu.“

„O je. Richtig talentiert bist du ja nicht gerade. Versuchs doch mal mit mehr Schwung.“
„So?“ oder so?

„Nein, ich meine: mehr Melodie. Und Rhythmus und Takt sind wichtig.“
„Ach hör doch auf. Wie soll ich denn Melodie schreiben? Das geht doch gar nicht. Ich sags dir: Lou Reed ist von uns gegangen.“

Und das, liebe Gastronomen, ist auch der Grund, weshalb immer mehr Leute ihr Essen fotografieren. Was sollen sie denn sonst sagen, wenn sie abends gefragt werden, was sie gegessen haben? Duhuuu? Also lasst sie halt.

Fleisch? Fleisch!

Ich könnt sie abbusseln, die Österreicher! I werd narrisch, des giebsd doch ned. Die scheiß’n sie nix.

Was ist passiert?

Nun, ich habe mich bis auf (warum eigentlich?) die Tagesschau vom Fernsehen verabschiedet. Und es geht mir gut dabei. Besser zumindest als früher. Gut, früher war alles früher, aber ich sehe da einen Zusammenhang, der sich sicherlich nachweisen ließe: Weniger Fernsehen => mehr Wohlfühlen => weniger Ärgern.

Ab und zu – zum Beispiel an Sonntag-Nachmittagen – streife ich dann aber doch durch die diversen Mediatheken. Weil man da vorspulen kann und wegklicken. Das vermisse ich eigentlich an der TV-Fernbedienung am meisten: Spulen und klicken.

Und dabei ist es heute passiert. In der 3sat-Mediathek gabs ein Video: „Fleisch – Ein Lebensmittel zwischen Tabu und Delikatesse“. Okay, habe ich gedacht, das schlechte Gewissen eingeschaltet, das einen Karnivoren heutzutage bei diesem Thema automatisch überfällt und auf „Play“ gedrückt. Beim ersten misshandelten Huhn, habe ich mir vorgenommen, beim ersten sterbenden Rind, werde ich auf „Stop“ drücken. Heute Abend gibt es Lammkeule, das geht nicht mit verweinten Augen. Und eigentlich wollte ich auch nur so nebenbei …

Aber dann. Dann war ich 45 Minuten gefesselt. Fünfundvierzig pralle Minuten über Fleisch und – diesen Zusammenhang hat schon eine Ewigkeit niemand mehr hergestellt – über Genuss. Ich hatte schon fast vergessen, dass das kein Gegensatz ist. Ich weiß nicht, ob Herr Trampitsch vom österreichischen Fleischverband bezahlt wurde, oder ob er auch einfach nur gerne gute Steaks isst („Tomahawk, Prime Rib und Filetsteak hätte man fast mit dem Löffel essen können.“). Es ist auch egal, ich werde ihm ewig dankbar sein für diese 45 Minuten. Und dem Sender – auch wenn der Sendetermin wohl mit Samstag 10.10 Uhr vielleicht nicht gerade „prime time“ war.

In der Mediathek zu finden unter diesem Link.
Einen „Artikel“ dazu gibt es hier.

Ich könnt sie abbusseln, die Österreicher…

Elfriede

Elfriede mag als Name etwas aus der Mode gekommen sein, aber als Kuchen glänzt er mit einem karamellisierten Mandel-Honig-Guss und einer bodenständigen Nusscreme mit Keksbröseln und mürben Äpfeln. Kann man durchaus essen. Gefunden bei Chili & Chiabatta: Apfelkuchen „Elfriede“.

elfriede

Gezwitscher (11)

Orkanböen in Norddeutschland. Abends Apfelkompott. #schwerkraft

Gezwitscher (10)

Heute gab’s im Cafe „Weserwelle“; ein Buchstabe scheint schon weg zu sein. #fdp #RIP

Achtzehn

Achtzehn ist eigentlich keine besondere Zahl. Wenn es sich allerdings um 18 Stunden handelt und ein einfacher Mensch diese 18 Stunden zu der aktuellen Uhrzeit dazu addieren muss, um ein Brot zu backen, dann tja dann …

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Gezwitscher (9)

Beim Offenfahren wär eine lange Unterhose praktisch #wetterbericht

Rezension: Das Siebte

Angeregt durch die Buchmesse bin ich wieder mal aufmerksam geworden auf die journalistische Form der Rezension. Sie erfordert ein nicht unbeträchtliches Maß an Selbstbewusstsein auf Seiten des Rezensenten und jagt dem Rezensierten seit jeher Angst und Schrecken ein, man denke nur an Martin Walser und Marcel Reich. Eigentlich wie geschaffen für meinen Blog.

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Tischgespräche
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