KW 27-22

Morgens gehe ich – bei schönem Wetter – gerne mit einer Tasse Kaffee durch den Garten um z. B. bei den Zucchini-Pflanzen zu schauen, ob ich mal wieder ein Riesen-Drumm übersehen habe. Dafür ist es noch ein bisschen zu früh, aber Übung macht den Meister! Und ja: die Bohnen sind tatsächlich wieder ein paar Millimeter gewachsen, es geht aufwärts. Drei kleine Tomaten sind schon richtig rot. Ich bin nicht sehr gut im Fach Landwirtschaft, aber ich denke, es ist so: kleinere Tomaten haben weniger Oberfläche als beispielsweise ein Ochsenherz, brauchen deshalb weniger Farbe, leiden dementsprechend weniger unter den Lieferschwierigkeiten (rote Farbe kommt ganz sicher aus der Ukraine) und sind somit früher reif. Werden aber halt auch früher gegessen, das ham se jetz davon. Und als ich so gedankenschwer am Rosenkohl entlang flaniere flattert plötzlich ein Kohlweißling auf. Als ich ihn hektisch verscheuchte, flatterte er ruhig weiter, um sich gemächlich auf dem Grünkohl niederzulassen! Ich befürchte deshalb, dass Verscheuchen keine Lösung sein wird. Aus einer Sendung in der ARTE-Mediathek weiß ich aber auch, dass ich über Pestizide gar nicht erst nachdenken sollte. Die Rettung, so sagt es eine andere Sendung aus der ARTE-Mediathek, ist die biologische Schädlingsbekämpfung. Aber wer in Teufels Namen frisst gerne Kohlweißlinge? Und kann ich die bei Amazon bestellen? Überleben die den Transport? Frau T. meint, ich solle doch einfach mal versuchen, selber nützlich zu sein und als aufmerksamer Nützling alle Schädlinge einzusammeln – jeden Morgen. Ich bin mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob ich überhaupt Kohl mag.

Ich weiß nicht, was mir durch den Kopf ging, als ich bei der Kaltmamsell gelesen habe, dass sie ein Polentakrüstchen im Topf (brotbackliebeundmehr) gebacken hat oder backen will. Auf jeden Fall musste ich – wie ferngesteuert – Polentabrei kochen, mit allen Zutaten mischen und im Kühlschrank lagern., damit es am Montag zum selbst eingelegten Badischen Ripple auch ein selbst gebackenes Brot und ein selbst eingeschenktes Bier geben konnte – fein (wenn ich auch besser zwei kleine Brote gebacken hätte). Außerdem habe ich abends in der DB-App endlich ein 9-Euro-Ticket gekauft und den Plan ausbaldowert, mit diesem Ticket (und genügend Zeit, aber das ist ein anderes Thema) sämtliche halbwegs von hier aus erreichbaren Wochenmärkte aufzusuchen. Am Dienstag war zur Einstimmung schon mal der Ise-Markt in Hamburg dran. Meine Fresse, jetzt bin ich gerade mal 10 Jahre hier in der Provinz und schon bin ich von so einem Angebot überfordert: französische, syrische, italienische, türkische und portugiesische Spezialitäten, aufgefüllt mit jeder Menge Bio-Bauern, regionalen Anbietern und etwa tausend verlockende Imbissstände! Und dazwischen ich, der Bub vom Land! Ich hab deshalb auch nichts gekauft (außer einer Gemüsebürste, Wildschweinrücken aus dem alten Land und zwei Sorten Käse, die der Opa des Verkäufers „erfunden“ und der Papa produziert hat. Beide – also die Männer, nicht die Käse – sind nicht mehr und er hat wohl nur die Zunge, nicht aber die Fähigkeiten geerbt und macht jetzt den Verkäufer. So gut, dass ich einen Brie mit Kümmel gekauft habe. obwohl ich Kümmel im Käse hasse wie die Pest! Und er hat überhaupt nicht verstanden, dass der Name des anderen Brie (s.u.) auf mich eher abschreckend wirkt; er fands wohl lustig. Und gegessen habe ich natürlich reichlich: zuvorderst ein Matjesbrötchen, dann frische Feigen und mit Walnuss gefüllte getrocknet Feigen und Aprikosen und französische petits-fours und zwei verschiedene patas (also portugiesische Pasteis de Nata) an zwei verschiedenen Ständen und beide ganz verschieden ganz großartig. Also gabs dann abends nichts vom Isemarkt, sondern, wie geplant, Pasta mit Tomatensauce und einem großen gemischten Salat.

Am Mittwoch wäre Markt in Uelzen, Lüneburg, Celle oder Soltau gewesen. Es lag nicht am 9-Euro-Ticket, dass ich nirgends war, sondern am Wetter, aber das Wildschwein mit Orangensauce und Kartoffelpüree mit Orangengeschmack (beides weitgehend so wie bei mankannsessen.de) samt gebratenem Blumenkohl lies nichts zu wünschen übrig. Auch für den Leberknödel in Fleischbrühe am Donnerstag war kein Bahn-Ticket nötig.

Am Freitag hätte ich ja wieder das 9-Euro-Ticket für einen Marktbesuch nutzen können. Der Isemarkt in Hamburg findet auch freitags statt; ich weiß aber nicht, ob ich mir diese Strapaze (Bauarbeiten, verpasste Anschlüsse, kaputte Züge, überfüllte Waggons und Bahnsteige) noch einmal zumuten will. Manchmal fahre ich freitags auch auf den — für ein relativ kleines Nest – erstaunlich gut ausgestatteten Markt in Hermannsburg. Nur: mit dem Auto sind das 20 Minuten, mit der Bahn aber 1 1/2 h; dreimal umsteigen (s.o.) und ob es überhaupt eine Rückfahrt gibt, ist noch nicht geklärt. Für das Ottolenghi-Gericht Möhren mit Mangold, Kichererbsen und Joghurt (Simple, aber auch z.B. auch schokoladenpfeffer ) ist aber alles im Haus oder im Garten, weil kaum Zutaten nötig sind. Am Samstag kam wieder das 9-Euro-Ticket zum Einsatz – auf zum überraschend großen und gut ausgestatteten Markt in Uelzen. Gekauft habe ich fast nichts: Erdbeeren, Hühnerbeine, Eier, Ziegenkäse, Karotten, Saubohnen, Knoblauch, Gewürze und – für den langen Heimweg noch ein ausgezeichnetes Matjes-Brötchen. Abends dann die erste Wassermelone (z.B. ziiikocht) und eine Möhren-Tajine (tinatausendschoen). Und am Sonntag Hühnerbeine, Ofenkartoffeln (man muss ja heutzutage Strom sparen) und Saubohnen mit Bacon und Minze.

KW 26-22

Im Newsletter von piqd.de wurde mir gerade von Herrn Gesellmann ein Podcast der Financial Times ans Herz gelegt, in dem Henry Mance (Autor des Buches „How to love animals“) schildert, dass Schweine sehr viel schlauer und netter sind als man glauben mag. Und dass sie zum Beispiel aus lauter Empathie auch gähnen, wenn ein Mensch neben ihnen gähnt. Und dass man sie doch bitte besser behandeln soll. Doch, ich glaub das schon alles. Erstens weil ich das Buch „Big Pig, Little Pig“ von Jacqueline Yallop gelesen habe, die mit ihrem Mann eine Auszeit nahm und in einem idyllischen französischen Bauerndorf zwei Schweine großzog – und letztendlich auch schlachtete. Das Buch trägt dann auch den Untertitel „Darf man Tiere, die man liebt, trotzdem essen?“ und ich kann es nur empfehlen (also sowohl das Lesen als auch das Essen). Aber Zweitens und wichtiger, weil ich glaube, dass so ziemlich alles schlauer und netter und empathischer ist, als wir glauben mögen. Dazu gehören neben allen sogenannten Nutztieren, zum Beispiel auch Flüchtlinge, die man nicht wieder zurück ins Meer schubsen oder in Ruanda aus dem Flugzeug werfen sollte, ohne sie vorher zu fragen, ob sie etwas zu Trinken oder zu Essen mögen. Und dazu gehören auch: Johannisbeeren. Doch, wirklich! Ich habe in den letzten Tagen krampfhaft versucht, die hinteren Johannisbeeren abzuernten und bin dabei wirklich sehr sorgfältig und gewissenhaft vorgegangen – um am nächsten Tag festzustellen, dass da immer noch jede Menge Beeren dran waren! Ich kann daraus nur schließen, dass diese hinterhältigen kleinen Früchtchen sich verstecken, wenn ich anrücke und wahrscheinlich grinsend gähnen, wenn ich wieder weg bin. Erstaunlich ist nur, dass sie sich offensichtlich vor Vögeln nicht verstecken. Nach längerem Nachdenken glaube ich jetzt, dass das – wie so ziemlich alles – mit der Fortpflanzung zu tun hat. Von Vögeln lassen sich Johannisbeeren gerne auffressen, weil die dann weiterfliegen und die Johannisbeer-Kerne an einer anderen Stelle wieder ausscheiden und dort dann prompt neue Johannisbeer-Büsche wachsen. Mir trauen sie das offensichtlich nicht zu, weil sie mich noch nie im Garten die Notdurft haben verrichten sehen. Vielleicht wenn ich mal ihrer Nähe … dass sie dann eventuell zutraulicher wären.

Montag: Mangold-Tarte mit Salat, u.a. weil Mangold so ziemlich das Einzige ist, was gerade im Garten wächst. Ich habe zum Beispiel noch nie Bohnen gesehen, die langsamer wachsen als eine Schnecke schleimen kann – bis heuer. Und als ich am Dienstag beim Lachs stand, fiel mir das Tabouleh der Küchenschabe ein (ja, der Küchenschabe, die immer kurz auftaucht und bei Licht sofort wieder verschwindet) – keine schlechte Idee, kein schlechtes Rezept.

Mittwoch Semmelknödel mit Rahmschwammerln; ich glaube, ich habe für Rahmpilze schon mal auf ein altes Rezept von essen & trinken hingewiesen, das man auch ohne Schnitzel machen kann und das mit Rosmarin, getrockneten Tomaten und etwas Ziegenkäse ein bisschen Wumms an die Pilze bringt. Und am Donnerstag habe ich nachgegeben. Überall schreit es mir entgegen: ER IST DA! ER IST DA! Gemeint ist der neue Matjes. Also gut: Glückstädter Matjes mit Apfel-Schmand-Sauce und Bratkartoffeln mit Speck (Kleiner Kuriositätenladen). Und da Frau T. aus unerfindlichen Gründen keine Bratkartoffeln mag, gabs als Zugabe noch eine kleine Portion von Ottolenghis Heißen Tomaten auf Kaltem Joghurt (z.B. bei Arthurs Tochter).

Am Freitag dann Schmorgurken mit Schmand, Senf und Dill; das muss es einmal im Jahr geben, also warum nicht jetzt, da man ja heutzutage nie weiß, wann eine Saison vorbei ist und ob es so was wie eine Saison überhaupt noch gibt. Am Samstag Aktion Kühlschrankleeren. Mit angebraten Knödeln, Salat, Salsiccie und Frittata con Funghi Trifolati (Ti saluto Ticino), was sich toll anhört. Aber vielleicht klingt in Italien auch Käse-Rührei mit Pilzen toll, wer weiß. Und hinterher mal wieder das Kürbiskernparfait mit Sauerkirschkompott von Johann Lafer bei mankannsessen.de. Allerdings mit frischen Sauerkirschen, wobei dann der Kirschsaft durch irgendeine rote Flüssigkeit ersetzt werden muss. Mir schien Rotwein ein geeigneter Ersatz – stimmt. Und schließlich Sonntag: Selbst gemachte Falafeln nach Hans Gerlach aus dem SZ Magazin.

KW 25-22

Bekanntermaßen gibt es laut Franz Beckenbauer im Fußball nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Hmmh. Aber wenn man Hunger hat, gibt es ja auch nur eine Möglichkeit: Kochen, Essen gehen oder verhungern. Die dritte Option fällt aus nachvollziehbaren Gründen völlig weg. Aber auch die zweite Option gerät mehr und mehr zum No-Go. Auch wenn der aktuelle Gaut & Millaut die deutschen Küche lobt: „Vielfalt und Qualität nehmen ungeachtet aller Krisen zu.“ Zumindest wir hier auf dem Land müssten sehr weit fahren, um nicht im Desaster zu landen. Ich erwarte eigentlich gar nicht viel. Aber die Convenience scheint gewonnen zu haben. In einem Interview hat einer der letzten Kochlehrlinge geklagt, dass er – hier im Spargelgebiet – seit drei Jahren noch kein einziges Mal Sauce Hollandaise machen durfte. Das sei zu gefährlich, da könne zu viel schiefgehen – im Gegensatz zu der Soße aus dem Päckchen. Also bleibt tatsächlich nur eine Möglichkeit. Wahrscheinlich hat der Franz das auch so gemeint: Unentschieden oder Niederlage waren für ihn einfach keine Alternativen.

Was soll man bei so einem Sauwetter wie am Montag anderes kochen als Pasta mit Saubohnen und Bacon? Natürlich nicht wegen des Namens, sondern weil die ersten Fave der Saison jedes Gemüt aufhellen – versprochen! Und wenn das Wetter glaubt, ich hätte jetzt nichts mehr im Köcher: Wie wärs am Dienstag mit Lammkotelett mit grünen Bohnen mit Parmesan und Pinienkernen und Ofenkartoffeln? Na eben – und ich hab noch mehr in Petto.

Nämlich am Mittwoch zum Beispiel ein Risotto und Forellenfilets mit Salbei, Mandeln, Knoblauch und Limette. Salbei und Forelle schien mir zunächst gewagt, aber der Salbei wächst wie blöd – warum also nicht? (essen & trinken) Und am Donnerstag musste wohl oder übel ein Kohlrabi aufgebraucht werden werden. Da es auf dem Markt auch Orangen im Sonderangebot gab, war das Rezept klar: Kohlrabi in Orangen-Estragon-Sauce (🌶 Chili & Ciabatta), diesmal mit zerdetschten Kartoffeln (🌶).

Freitag ein Baguette de Luxe; ein Wunsch von Frau T., obwohl nun wirklich ich mal an der Reihe wäre zu wünschen. Aber, Gott, das hätte auch ich mir wünschen können. Das Geheimnis dieses Sandwiches verbirgt sich im roten Mixbecher: eine leckere Paste aus Senf und Öl und getrockneten Tomaten. Samstag dann zunächst mal Beeren-Ernte-Tag, um die Nachtisch-Situation zu verbessern: Die ersten Heidelbeeren (Wald), Himbeeren (Garten) und Kirschen (Baum). Bevor jetzt jemand sicherheitshalber nochmal Wikipedia bemüht: Nein, Kirschen sind keine Beeren! Aber wenn nun mal Beeren-Ernte-Tag ist … und dann Spareribs (alle Nachbarn grillen aktuell, ich mach sie lieber im Ofen) mit Coleslaw. Und dann am Sonntag für mich reichlich Reste und für Frau T. eine Schüssel Salat. Und für beide eine Buttermilch-Mousse mit Beerchen – nein keine Kirschen,. Nicht, weil sie keine Beerchen sind, sondern weil irgendjemand sie schon aufgegessen hat.

KW 24-22

Unser Bundesscholz, ja der, der sich partout nicht mehr an irgendwelche Termine mit irgendwelchen Bankern erinnern mag, und der, der seinem Wahlvolk partout nicht sagen will, was er vor hat und warum, dieser Herr Scholz redet von einer „Zeitenwende“. Mir wird dabei ein bisschen Angst, aber gut, da ihr ihn gewählt habt: Vielleicht hat er sogar recht. Weil: ich habe dieses Jahr keinen einzigem Rhabarberkuchen gebacken! Wenn das keine Zeitenwende ist, dann weiß ich auch nicht. Und da ich heute abgeerntet und Rhabarbersaft daraus gemacht habe, gibt es auch keinen Weg zurück (😢). Bleibt als Trost nur, dass der Saft sehr lecker ist und – wenn der Sommer endlich auch in den Norden kommt – uns einige beschauliche sonnige Nachmittage auf der Terrasse oder im Garten bescheren wird. Und dann muss jemand mich wenden, damit ich mir keinen Sonnenbrand zuziehe.

Die Woche sollte mit Gemüse anfangen. Da war aber am Montag immer noch diese merkwürdige Unlust und es reifte der Gedanke, dass Fleisch doch das bessere Gemüse sei, zumal wenn man es als Schwabe natürlich in Nudelteig einzuwickeln weiß. Maultaschen also, mit dem ersten selbst-geerntetem Salat des Jahres. Und gleich danach, am Dienstag, den letzten Spargel der Saison. Spargel wie immer. Ja, ich weiß auch, dass da bis Johanni noch ein paar Tage wären, aber irgendwann ist auch mal gut.

Mittwoch fiel wegen Krankenhausaufenthalt aus. Das habe ich weder fotografiert, noch lohnt es sich darüber zu reden. Donnerstag dann Flammkuchen mit Birne und Ziegenkäse und Salat. Am Freitag aufgrund einer Anregung von lieberlecker ein Rahmschnitzel – eine Gelegenheit mal wieder Spätzle zu machen und das restliche Gemüse in die Pfanne zu werfen.

Am Samstag war es auch bei uns ein bisschen warm – ich brauch das zwar nicht, aber irgendwie hab ich mich schon vernachlässigt gefühlt – warm genug auf jeden Fall für einen Schweizer Wurstsalat. Sonntag war’s dann schon wieder vorbei mit der „Hitze“ – aber da Frau T. Bulgur für sich entdeckt hat – und Herr T. natürlich alles tut um Frau T. zufrieden zu stellen – kam der Vorschlag von Herrn Grün gerade recht, Bulgur-Bällchen zu formen. Dazu gab es Couscous mit Zitrone und Minze – für mich eine Entdeckung, alle anderen sagen wahrscheinlich: Ja klar, mach ich schon ewig…

KW 23-22

Montag, Fingsten zweiter Veierdag, ging natürlich nicht genau so üppig weiter. Aber wenn ich so überlege: Mittags Weißwürste mit frischen Brezen, süßem Senf von Händlmaier (keine Werbung, aber vielleicht ein Tipp; andere sagen sogar, ein anderer ginge gar nicht) und einem Weißbier. Und abends ein Kopfsalat mit Thunfisch, gekochten Eiern, anderem Zeugs und frischem Weißbrot – soo frugal war das ja auch nicht. Allerdings: Frugal. Was heißt das denn? Es klingt wie „reichlich, üppig“, meint aber „karg, spärlich„. Das führt oft zu Missverständnissen – aber wenn ich das Wort benutze, dann natürlich im ursprünglichen Sinn. Auf jeden Fall sollte man sich als Gast nach dem Essen besser nicht mit „das war aber mal ein frugales Mahl“ bedanken; man weiß nie, ob der Gastgeber diese Art von Ironie versteht. Dienstag dann ein Kartoffelsalat mit Linsen und grünen Bohnen (bei ellerepublic, hieramts im Herbst schon gelobt) mit gebratenen Salsicchie von unserem Metzger, der hervorragende Bratwürste und eine himmlische Fenchelsalami macht – dann wird er ja wohl auch eine Salsiccia hinkriegen! Kriegt er.

Mittwoch Bulgur-Salat mit Pilzen und Miso-Dressing; ursprünglich bei ellerepublic mit Grünkern. Eigentlich das ideale Rezept um die Grünkernpackung im Schrank und die Miso-Paste im Kühlschrank aufzubrauchen, aber die Paste war schon entsorgt und der Grünkern war im August 2020 abgelaufen. Schade. Donnerstag Chicken Teriyaki, erstens weil ich Teriyaki gerne mag und zweitens weil mir der saublöde Refrain von Rosalita (Youtube) nicht mehr aus dem Kopf ging: »Pa‘ ti naki, chicken teriyaki. Tu gata quiere maki, mi gata en Kawasaki«. Via elComidista, der auch behauptet, es gäbe bei diesem Refrain einen Sinn. Ich kann mir das aber nicht vorstellen und bin dem Link gar nicht erst gefolgt – wenn etwas erfolgreich ist, muss es nicht notwendigerweise gut sein.

Freitag Pasta mit Rindfleisch-Sugo und Salat. Die offizielle Erklärung ist, dass sonst vielleicht ein ¼ Kopfsalat auf dem Kompost gelandet wäre. Das wäre ein guter Grund und sicher löblich. Inoffiziell aber müsste man tiefer graben und stieße dann auf eine unerklärliche Unlust des Küchenbeauftragten, über Essen im Allgemeinen und dessen Zubereitung im Besonderen auch nur nachzudenken. Unter anderem deshalb (und weil das letzte Ma[h]l schon lange her ist und Eier aufgebraucht werden mussten) gab es am Samstag Pfannkuchen mit Lauchgemüse. Am Sonntag waren alle Zutaten für ein Stir fry aus dem Wok (germanabendbrot) im Haus. Fast dasselbe Rezept gibt es auch unter dem Namen Crispy Chilli Beef (bei greedygourmet) und auf »Crispy« fahr ich ja total ab.

KW 22-22

So, darauf habe ich hingearbeitet: 22-22. Um das zu toppen, muss ich noch 1 Jahr und 1 Woche durchhalten. Das wär dann KW 23-23. Noch besser wärs natürlich in 2 Jahren und 2 Wochen: 24-24. Aber irgendwann wird das sicher auch langweilig. Für jetzt ist 22-22 aber schon toll. Um zum Beispiel zu heiraten, muss man schon bis zum 3.3.33 warten, weil man sich sonst den Hochzeitstag nicht merken kann. Auch wenn man sehr verliebt ist, muss man noch knappe 11 Jahre durchhalten. Ich würd mich da jetzt schon mal anmelden; sonst sind vielleicht keine Plätze mehr frei. Und bis zum 4.4.44 – so lange plant nur Robert Habeck, weil er etwa dann die Energiewende in Angriff nehmen will. Für die, die nicht so lange warten wollen, habe ich noch zwei ganz aktuelle Tipps. Am Wochenende in der Süddeutschen gelesen: Währenddessen die Bohnen putzen, kurz kochen und dann blanchieren. Pardauz! Da hab ich doch tatsächlich vor dem Blanchieren nur ganz selten – eigentlich sogar nie – kurz gekocht! Das werde ich wohl ändern müssen. Und am Sonntag Abend beim Reiskochen: „auf kleinster Stufe 15-20 Minuten (Uhr!!) kochen lassen„. Potzblitz! Ich hab das recherchiert. Eine Uhr scheint tatsächlich ein ganz tolles Ding zu sein, wenn man Zeiträume abschätzen will. Sobald ich eine aufgetrieben habe, werde ich berichten. Das war wohl – tippmäßig – das Wochenende meines Lebens.

Montag Im Wok gebratener Reis mit Gemüse, Shrimps und Ei. Dienstag Doradenfilet mit Tomatenkartoffeln (weil ich eine Dorade gekauft und noch nie etwas vom SWR gekocht habe; gut).

Mittwoch eine Flädlesuppe (weil ich aus dem Rindfleisch eigentlich einen Salat machen wollte, aber was soll ich denn noch alles machen?) mit Brezen (die schon viel zu lang im TK auf ihren Einsatz warteten). Donnerstag mal wieder ein Risotto mit Ottolenghi-Fenchel (wie oft , wenn mir sonst nichts einfällt, Frau T. mag das).

Freitag gibt es die Sauce von Herrn 左宗棠 , bei uns offenbar auch als General Tso bekannt. Bei Felix.kitchen mit Blumenkohl statt Huhn. Am Samstag ein von der Turbohausfrau hochgelobtes Linsencurry von Ottolenghi. Dass da im Rezept ein »gemahlener Korianer« vorkommt, habe ich flugs als Koriander interpretiert, da ich glaube, dass nicht einmal in Österreich Koreaner gemahlen würden. Und ich hätte auch gar nicht gewusst, wo ich den herkriegen soll, hier auf dem Land. Und Sonntag dann, Fingsten, erster Veierdag, natürlich etwas besonderes: Lammlachse mit Kartoffeln und gebratenem Blumenkohl und Blattspinat mit Tomätchen und Kräuterbutter und – wenn das man nichts ist!

KW 21-22

Die spanische (und die portugiesische) Sprache haben meines Wissens – zumindest in unserem Sprachraum – eine Besonderheit. Es gibt mit ser (soy, eres, es, somos, sois, son) und estar (estoy, estás, está, estamos, estáis, están) zwei Übersetzungen für das Verb sein. Natürlich ist es sehr viel komplizierter, aber die gängige Erklärung für Anfänger ist: Ser nimmt man für alles, was immer so ist, estar für vorübergehende Eigenschaften. Und damit fangen die Schwierigkeiten auch schon an: Cuánto es? Son 120 euros. Was kostet es? 120 Euro. Hmmh, bei einer Inflationsrate von 8 oder 9 Prozent, wie lange bleibt dieser Preis gleich? Seid ihr mal langsam an einer Tankstelle vorbeigefahren und habt der Anzeigetafel beim Klappern zugesehen? Kann man da von immer reden? Oder, wenn wir schon dabei sind: ich bin arm – soy pobre. Wirklich? Einmal arm, immer arm? Und was ist mit dem Tellerwäscher? Gut, das nehm ich zurück – vielleicht ist das einfach nur ehrlich. Und: er ist reich – es rico. Einmal reich, immer reich? Da sind sich die Spanier allerdings, wahrscheinlich berechtigterweise, ganz sicher. So sicher, dass sie für die andere Möglichkeit – está rico – gleich eine ganz andere Bedeutung erfunden haben; das heißt nämlich: es schmeckt gut! Genauso ehrlich, wenn auch bei einem katholischen Land etwas verwunderlich, ist die Verwendung von estar beim Familienstand: estoy casado – ich bin (im Moment gerade) verheiratet. Was sagt da der Papst dazu? Gut nur, dass die südamerikanischen Länder das nicht übernommen haben: soy casado – einmal verheiratet, immer verheiratet, wenn auch vielleicht nicht immer mit derselben Person. Und das gilt erst recht bei einem anderen Wechsel des Familienstandes: Soy viudo – ich bin verwitwet. Dem ist auch im europäischen Sprachraum eine gewisse Endgültigkeit offenbar nicht abzusprechen. Fazit: auch wenn man zunächst denken mag, eine solche Unterscheidung könne nützlich sein, tun die anderen Sprachen gut daran, es sein zu lassen. Die wenigen Vorteile rechtfertigen nicht den Umstand, dass Millionen Spanisch-Lernende sich mit so einem Mist auseinandersetzen müssen!

Montag Spareribs (und zwar Ribs, nicht Baby-Ribs oder sonst was Verzärteltes, sondern Rippchen!) mit Coleslaw. Dienstag Blumenkohl Pasta in pikanter Erdnussbuttersauce (emmikochteinfach).

Mittwoch Panierte Schnitzel mit Ofenkartoffeln, selbstgemachten Ketchup, Ofenblumenkohl mit Superspice (Anke Gröner), Blattspinat mit Tomaten und Mairübchen. Donnerstag Kräuterpfannkuchen mit Lachs und Sahne-Meerrettich (Herr Grün), Ravioli mit Ricotta-Zitrone-Füllung und Tomatensauce. Wenn ich mich recht erinnere, dann hat Herr Grass mal ein Buch mit de Titel „Beim Häuten der Zwiebel“ geschrieben, das ihm nicht gut bekommen ist. Wenn dieses Missbehagen etwas mit tränenden Augen zu tun hatte, dann hätte er besser „Beim Reiben des Meerrettich“ geschrieben.

Freitag Schweinefilet mit Scampi in Estragon-Sauce mit frischem Weißbrot. Samstag Spargel (mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Bearnaise, wie sonst?). Sonntag Suppenfleisch mit Bouillongemüse und Meerrettichsauce (Kleiner Kuriositätenladen). Und schon ist wieder eine Woche rum.

KW 20-22

Ich für meinen Teil habe jetzt erst mal meine Pflicht und Schuldigkeit getan. Ich habe die Welt ein bisschen besser gemacht. Das ist nicht einfach und doch gerade im Moment soo wichtig. Und wenn ihr jetzt aufzählt: Schwere Waffen für die Ukraine gespendet? Im Garten ein Insektenhotel gebaut? Ein tröstendes Wort für die FDP gefunden? Einmal mit dem Bus anstatt mit dem Auto gefahren? Die Heuchler von der Tafel zurechtgewiesen? Nein, nein, nein , nein und nein. Ich habe endlich das elendige Problem der unterdrückten Frauen aus der Welt geschafft! Gerade habe ich eine Email von Duolingo erhalten, in der man mir überschwänglich für die Bitte dankt, als Übersetzung für „the architekt“ außer „l’architetto“ auch „l’architetta“ zuzulassen, sie hätten das jetzt geändert! Und damit können in Zukunft tausende ragazze ihren Traum vom Architekturstudium vielleicht nicht gleich verwirklichen, aber doch voller Zuversicht weiterträumen. Keine Ovationen bitte, ich habe das gern getan. Auch wenn ich nicht so recht verstehe, warum eine Frau Häuser bauen wollen soll, anstatt die Toilette zu reinigen oder – gerade in Italien – Nudelteig zu kneten und Ragout zu schmoren, aber bitte: Die Zeiten ändern sich halt.

Und nun zum Wochenbericht. Obwohl es am Sonntag (nein, ich fang diesmal nicht mit Montag an!) schon mit Pasta Primavera ein Gemüse-Reste-Essen gab, waren dann da noch Drillinge, Tomaten, grüner Spargel und Karotten im Vorrat. Am Montag also Ofenkartoffeln mit Spargel, Tomaten und Ziegenkäse (gaumenfreundin.de, auch erhältlich aus der Pfanne), Möhren aus dem Ofen (kochen-mit-spass.de) und Reste vom Rinderfilet. Für Dienstag waren dann leider keine Reste mehr übrig. Aber seit letzter Woche darf ich ohnehin beim Spargelkauf nicht mehr das Äußere der Spargel-Fachverkäuferin beurteilen und soll lieber auf die Qualität der Spargelstangen achten. Oh Mann! Also auf zum brummig-bärbeißigen Spargel-Fachverkäufer auf dem Dienstagsmarkt. Wieder mit Kartoffeln, Heideschinken und Sauce Béarnaise. Diesmal mit Nudeln: Linguine mit Spargel und Lachs (mankannsessen.de).

Am Mittwoch war ich in der großen Stadt. Na ja. Doch, schon groß, aber nicht ganz groß. Auf jeden Fall kann es dort im Gegensatz zu hier auf dem Dorf (Na ja. Doch, schon Dorf, aber nicht ganz klein) passieren, dass man über ein Schild „frische Entenleber“ stolpert. Und wenn dann direkt gegenüber ein schöner Mangold rumliegt, hat man ja gar keine Wahl: Mangoldfröschle mit Entenleber. Am Donnerstag mussten es mal wieder die Kardamom-Linsen mit Ricotta-Kräuter-Crespelle (lamiacucina) sein. Und als Bonus gabs für jeden noch einen Happs Salsiccia vom selben Stand wie die Entenleber. Ich weiß nicht, wie der Goldpreis gerade steht, aber sicher billiger als die Wurst.

Freitag ging die Welt unter, weshalb ich nur schnell zum Metzger ging, um Hackfleisch zu kaufen und dann auf das Ende zu warten. Das Ende kam nicht, nicht mal angedeutet. Das Hack war aber nun mal im Haus: Kleine Hackbällchen in Teriyaki-Sauce (aus einem der letzten Newsletter von lecker.de) mit Reis und Rucola-Tomaten-Salat. Und weil auch am Samstag die Welt nicht unterging (kann man sich eigentlich auf gar nichts mehr verlassen?), musste ich, da ich ja nichts mehr vorbereitet hatte, improvisieren: Tofu musste weg und Mangold lag auch noch rum: Sticky Sesam Tofu , Mangold-Tomaten-Gemüse mit Reis und Salat. (Ich glaube, Frau T. Ist nur aufgefallen, dass der Tofu abläuft, weil sie den – als erklärte Tofu-Gegnerin – ganz gern mag.) Und für Sonntag war Pizza vorgesehen. Dazu gibt es natürlich einen Salat, der nicht mehr allzu lange durchhalten wird. Da kann man also gar nicht mehr umdisponieren.

KW 19-22

Am Montag (wie komm ich nur drum rum, immer, jede Woche wieder, mit „am Montag“ anfangen zu müssen?), am Montag also werden traditionellerweise Gemüsereste aufgebraucht, die irgendein Depp am Samstag auf dem Markt gekauft hat, weil – ja warum eigentlich? An diesem Montag waren das ein kleiner Blumenkohl und ein Bund Mairübchen, die es mit Bulgur gab. Sehr gut! Man müsste am Samstag viel mehr Gemüse kaufen! Und am Dienstag war dann tatsächlich wenigstens die Hühnerfrau wieder auf dem Markt. Die richtige Gelegenheit, etwas aus dem in letzter Zeit sehr schwächelnden Feedreader zu kochen. Die Turbohausfrau schwärmt – nicht zu Unrecht – von ihrem Ginger Chicken. Ein Hühnchen mit pürierten Schalotten und – gefühlt – einem Kilo Ingwer. Wie soll man das nicht nachkochen wollen?

Am Mittwoch ist Markt im Nachbarort. Eigentlich wollte ich ein paar Pflänzchen dieser sensationellen gelben Tomaten kaufen. Gibbs leider – noch – nicht, dann halt Spargel. Schließlich hab ich meiner Gattin versprochen, bis auf weiteres einmal pro Woche Spargel, Kartoffel und Katenschinken zu machen. Und was man verspricht … Fotografiert habe ich das offensichtlich nicht – oder wieder gelöscht, oder nicht mehr gefunden, oder – aber es sah genauso aus wie letzte Woche, ich schwör. Der Spargel war nur etwas dünner, dafür war die Spargelfrau, nein – nicht dicker, sondern erheblich hübscher. Und am Donnerstag waren dann die Reste von der Hühnerbrust dran: Schuhbecks Kräuterbackhendl mit Kartoffel-Radieschen-Salat. Soweit ich mich erinnere war das Rezept auch vor Urzeiten mal hier auf dem Blog – Moment ich schau mal nach: Anderes Fenster…Suchen…Augenblick noch…Kräuterback…ja da! Weil das Hendl nur noch eine recht kleine Portion war, gab’s reichlich Kartoffelsalat und zusätzlich noch angereicherten Kopfsalat. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, endlich mal meine Machtposition als Mann und als Ernährer einzufordern und mir eine größeren Anteil zu sichern. Aber es hat dann doch gereicht und wir haben gerecht geteilt, Friedensverhandlungen unnötig.

Am Freitag war dann die letzte Gelegenheit, den am Mittwoch gekauften Kohlrabi vor dem nächsten Markt am Samstag aufzubrauchen. Entschieden habe ich mich für Roberts Strudelmuffins mit Kohlrabi und Petersilienpesto mit dem Rest Kopfsalat. Und von Kohlrabi und Salat ist es nicht weit zum Kohlrabisalat in sauer-scharfer Sauce, den man bei magentratzerl.de findet. Am Samstag hat sich Frau T. „diese bunten Pommes“ gewünscht, und ich mir ein ordentliches Stück Fleisch. Deshalb habe ich Astrids asiatisch gewürztes Steak nochmal gemacht (wieder mit Filet) und die gewünschten Pommes aus Kartoffeln, Pastinaken, Kohlrabi, Karotten und Zucchini. Und als wär das nicht genug, gab es noch Kräuterbutter und Gerösteter grüner Spargel mit Zitrone und Olivenöl (foolforfood.de). Und am Sonntag: Pasta Primavera. Typisch italienisch, sollte man denken. Ich aber habe das Rezept aus einer spanischen Zeitung (El País), die behauptet, dass das Rezept in Kanada entwickelt worden sei, dich dann nach New York (ins Le Cirque) verirrt habe und kurze Zeit später in der New York Times aufgetaucht und „zum Gesprächsstoff in der ganzen Welt“ geworden sei. Da Astrid damals noch nicht die NYT leergekocht hat, ist das spurlos an mir vorbeigegangen – oder ich habe es längst wieder vergessen, schließlich war das irgendwann in den Siebzigern. Nichts besonderes eigentlich, Pasta mit Gemüse halt. Da aber (in der spanischen Version) Zucchini und Spargel in der Mikrowelle vorgegart werden, wollte ich das mal ausprobieren. Und Primavera wär ja wohl jetzt gerade.

KW 18-22

Es gab mal eine Zeit in der alle alten Leute älter waren als ich.

So, angefangen hat alles schon am Sonntag, weil wir den Häuplsalat nicht ganz aufgegessen haben. Und was passt besser zu einem halben Kopfsalat zu dem im Garten jetzt auch immer mehr Kräuter wachsen (und was ist besser geeignet wenn man eigentlich keine Lust zum Kochen hat) als ein Rindfleisch-Sugo (Tim Mälzer) aus der Tiefkühltruhe mit Spirelli? Eben, das gab’s am Montag. Und am Dienstag auf dem Markt war gar kein Markt, zumindest war kaum jemand da: Kein Fisch, kein Gemüse – vielleicht ist es besser, ich zähle auf, was es gab: Spargel, Kartoffeln, Schinken. Und das gab’s dann auch, genau in dieser Reihenfolge, und obwohl der Estragon im Garten noch ein wenig schwächelt, auch mit Sauce Bérnaise.

Irgendwann habe ich in meinem Feed-Reader, mit dem ich übrigens immer noch recht unzufrieden bin, gelesen, dass Risotto mit Fisch immer eine tolle Sache sei. Stimmt. Also gab’s am Mittwoch Risotto mit Wolfsbarsch-Filet oder, wie der Franzose in uns sagt: Loup de mer. Und außerdem habe ich ebda. gelesen, dass jemand Pak Choi irgendwie asiatisch zu „Soja-Hack“ gebraten hat. Als Karnivore hatte ich natürlich keine Ahnung, was das schon wieder ist. Das hat sich aber am Donnerstag geändert: Asia-Nudelpfanne mit Sojahack und Gemüse (Chefkoch), aber ohne Nudeln, dafür mit Reis und Sticky Sesam Tofu.

Am Freitag wurde ich gebeten, mal wieder Sauerkraut zu machen. „Mal wieder“ muss jetzt aber gleich sein, bevor der Frühsommer hereinbricht, also jetzt gleich, mit Schupfnudeln, Speck und Bratwürsten. Und dieses „Jetzt-aber-schnell-noch“ gab’s dann auch am Samstag: Kürbissuppe mit Fladenbrot. Und am Sonntag schlossen wir die Woche mit Saltimbocca (und Kartoffeln und Grünen Bohnen mit Rosmarin und getrockneten Tomaten) würdig ab.

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